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Kita Albert Schweitzer das Haus der Zwergenmusiker

Kita Albert Schweitzer das Haus der Zwergenmusiker

Laußig. Heute präsentieren wir den nächsten Teil der LVZ-Sommer-Serie "Kinder, Kinder ..." In sieben Folgen stellen wir die Kindergärten in Bad Düben und der Gemeinde Laußig näher vor.

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Auf spielerische Abenteuerreise können die Kinder mit ihrem eigenen Boot auf dem Außengelände gehen.

Quelle: Steffen Brost

Heute: der Diakonie-Kindergarten Albert Schweitzer in Laußig.

Es ist mucksmäuschenstill. Die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Albert Schweitzer sitzen im Kreis und lauschen den Ausführungen von Sibylle Schaffrin. Sie ist Musikpädagogin an der Musikschule Tonart in Bad Düben. Jede Woche ist sie bei den Laußiger Vorschülern zu Gast und vermittelt ihnen die ersten Grundkenntnisse über Instrumente. "Im Rahmen der musikalischen Früherziehung gestalte ich die sogenannte Zwergenmusik. Das ist eine spielerische Einführung in die Welt der Musik. Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren singen, spielen, tanzen und begleiten sich dabei auf elementaren Instrumenten wie Trommeln, Klanghölzern, Glöckchen und Rasseln", erklärt die Musiklehrerin. Alltag bei den Albert-Schweitzer-Kindern in Laußig.

Als Kindergarten Laußig wurde der zweigeschossige Bau in der Gartenstraße 8 im Jahr 1970 eröffnet. Seitdem verbringen die meisten der Laußiger Knirpse ihre ersten Jahre dort. Seit 1978 ist Erzieherin Petra Köckeritz dabei. "In Laußig gab es früher drei Kindereinrichtungen. Zwei Krippen und einen Kindergarten. Der befand sich damals im Gemeindehaus. Nach meiner Ausbildung bin ich in Laußig gelandet. Der Staat schrieb ja früher vor, wo man als Erzieherin zu arbeiten hatte."

Bis 1993 war Petra Köckeritz in der Kita, die damals unter Trägerschaft der Gemeinde Laußig stand. Danach ist sie zur Krippe gewechselt. Die befand sich früher im ehemaligen Bürgerzentrum. Die Krippe wurde 2003 geschlossen und jetzt ist sie wieder zurück zu den Wurzeln, zurück im Kindergarten, der mittlerweile mit der Diakonie einen neuen Träger gefunden hat. Dort arbeitet sie als stellvertretende Kita-Leiterin. Chefin Carola Gerlach macht gerade Babypause.

In der Regel hat die Einrichtung von 6 bis 17 Uhr geöffnet. In Ausnahmefällen auch mal bis 18 Uhr. Insgesamt 108 Kinder können aufgenommen werden. 20 Plätze stehen für die Krippen- und 88 für Kindergarten- und Hortkinder zur Verfügung. Zusätzlich gibt es sechs Integrationsplätze.

Jeden Morgen ab halb neun ist offene Spielzeit. Hier haben die Mädchen und Jungen die Möglichkeit, sich nach ihren Wünschen durch das ganze Haus zu bewegen. "In allen Räumen gibt es verschieden Angebote, aus denen sie auswählen können. Wer möchte, kann sich auch in unserem Bewegungsraum austoben", so Köckeritz weiter.

Das rund 2500 Quadratmeter große Außengelände lädt außerdem zum Spielen ein. Die Kinder können über die große Rutsche toben, in der Matschanlage spielen, auf das Baumhaus klettern oder sich auf der Balancestrecke testen. "Bewegung an der frischen Luft gehört bei uns zum täglichen Programm dazu. Wir sind bei fast jedem Wetter unterwegs", erzählt Erzieherin Sieglinde Klömich. Sie ist seit 40 Jahren dabei und arbeitete schon in Doberschütz, Battaune, Wöllnau und anderen Orten mit Kindern. Eigentlich wollte die heute 60-Jährige einmal Kinderkrankenschwester werden. Doch ihre Mutti hatte etwas dagegen und so wurde schließlich eine Erzieherin aus ihr. Ein Schritt, den sie nicht bereut hat. "Als ich selber noch in den Kindergarten gegangen bin, war ich meistens Mittagskind, weil meine Mutti zu Hause war. Danach ging es oft auf das Feld zum Heu machen. Denn die Kinder mussten früher viel mehr zu Hause mithelfen", erinnert sich Klömich.

An der inhaltlichen Arbeit im Kindergarten hat sich im Laufe der Jahre nicht viel verändert. "Statt mit dem Trabant spielen die Jungs heute mit dem Mercedes", lacht Klömich. Täglich entwickeln die Laußiger Frauen unterschiedliche Angebote für ihre Schützlinge. So wird zurzeit das Herbstfest und ein Feuerwehrprojekt vorbereitet. Die Eltern haben zudem die Möglichkeit, ihre Kinder zur Ergotherapie und Logopädie zu schicken. Dafür kommen regelmäßig ausgebildete Fachkräfte in die Einrichtung, um mit den Kindern an Sprachdefiziten wie Stottern und Lispeln zu arbeiten.

Eine Besonderheit gibt es für alle Mädchen und Jungen, die bald in die Schule kommen. "Im letzten Jahr vor der Einschulung bieten wir eine sogenannte Vorschule an. Grundlage ist ein Kooperationsvertrag mit der Grundschule in Authausen. Einmal in der Woche werden die Kinder dann mit schulspezifischen Dingen vertraut gemacht. Dazu gehört auch der Besuch in der Schule", erzählt Petra Köckeritz.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.07.2013

Steffen Brost

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