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Bad Düben Klare Ansage: Ein Wartehäuschen in der Waldsiedlung wird es nicht geben
Region Bad Düben Klare Ansage: Ein Wartehäuschen in der Waldsiedlung wird es nicht geben
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06:00 14.12.2016
Haltestelle in der Schmiedeberger Straße. Quelle: Steffen Brost (Archiv)
Bad Düben

Eine überdachte Bushaltestelle, vielleicht auch noch mit Sitzmöglichkeit, liegt für die Bewohner der Waldsiedlung an der Bundesstraße 2 zwischen Rotem Haus und dem Bad Dübener Stadtteil Wellaune auch in diesem Jahr nicht unterm Weihnachtsbaum. Mehr noch, die Stadt Bad Düben erteilt derzeitigen Wünschen auch mittel- und langfristig eine Abfuhr. Für Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) steht fest: „Das vom Landkreis Nordsachsen und dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) ins Leben gerufene Förderprogramm nutzen wir als Stadt sehr gern. So haben wir hier mit der 90-prozentigen Förderung von 2013 bis Ende 2016 rund 100 000 Euro für die Erneuerung der Ausstattung, die Instandsetzung der Ausstattung, den barrierefreien Ausbau der Aufstellflächen und den Neubau von Haltestellen des ÖPNV investiert.“ Auch 2017 und 2018 werde diesbezüglich weiter investiert, in der Waldsiedlung aber definitiv nicht.

Kein Ausbau der Infrastruktur

Die Bürgermeisterin begründet das damit, dass die Waldsiedlung im Regionalplan Westsachsen als Waldgebiet ausgewiesen ist. In der ferneren Zukunft sieht Astrid Münster damit dieses Gebiet, in dem es schon heute kein dauerhaftes Wohnrecht gibt, nicht mal mehr als Erholungsgebiet. „Damit“, so ihre Schlussfolgerung, „können wir die Infrastruktur dort nicht weiter ausbauen, maximal erhalten.“ Genau aus diesem Grund bleibe die Waldsiedlung beispielsweise auch beim Breitbandausbau außen vor. Aufgekommene Hoffnungen, dass vielleicht im Zuge des Vorhabens Ortsumgehung Wellaune, bei dem in dem Bereich des Busstopps ohnehin eingegriffen werden muss, ein Wartehäuschen entsteht, werden damit im Keim erstickt.

Landesamt verweist auf Stadt

Das für die B 2 zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV), so informierte Pressesprecherin Isabel Siebert, hätte zwar grundsätzlich nichts gegen ein Buswartehäuschen, stellt aber auch klar: „Dieses könnte nur dann in die Planung aufgenommen werden, wenn die Stadt die Kosten übernimmt.“ Doch bisher habe die Stadt im Zuge der bisherigen Planung der Ortsumgehung Wellaune kein Buswartehäuschen gewünscht, sodass lediglich eine Busbucht mit Aufstellfläche geplant werde.

Neue Haltestelle für Schüler

Ganz anders gestalte sich die Situation dagegen am Abzweig nach Tiefensee an der Verbindungsstraße Wellaune/Tiefensee. Dass dort 2016 im Auftrag der Stadt Bad Düben eine Haltestelle mit Wartehäuschen errichtet wurde, obwohl es dort nur zwei, drei Häuser gebe, war insbesondere bei den Leuten aus der Waldsiedlung auf Unverständnis gestoßen. Die Auflösung: An dieser Stelle steigen regelmäßig insbesondere Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde Zschepplin und Wellaune, die nach Delitzsch in die Schule wollen, ein und um.

Von Ilka Fischer

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