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Bad Düben Kleine Amerikanerin schnuppert in Bad Dübener Schulalltag hinein
Region Bad Düben Kleine Amerikanerin schnuppert in Bad Dübener Schulalltag hinein
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14:25 19.05.2015
Die sechsjährige Marlene und ihre Mama Jeannette besuchten die Bad Düben Heidegrundschule und zeigten den Kindern, wo sie jetzt wohnen. Quelle: Steffen Brost

Sie befindet sich zur Zeit auf Urlaub mit ihrer Mutti Jeannette in Bad Düben bei ihren Großeltern.

Jeannette hieß vor ihrer Heirat mit einem US-Amerikaner Amthor und stammt aus der Kurstadt. Sie besuchte die heutige Heide-Grundschule, die damals noch eine Polytechnische Oberschule war und Nikolai Gastello hieß.

"Wir halten immer engen Kontakt zur Heimat. Schon deswegen, weil hier Oma und Opa und viele gute Freunde leben. In Abständen besuchen wir Bad Düben. In diesem Jahr sind es vier Wochen. Und es passte auch von der Zeit, dass meine Tochter Marlene ein paar Tage die Heide-Grundschule besuchen kann, um ihr Deutsch zu verbessern", erzählt Jeannette Amthor.

Deutsch spricht die kesse Sechsjährige fast fließend. Dennoch freute sie sich auf die Erfahrung an einer deutschen Grundschule mit gleichaltrigen Schülern.

Mutti Jeannette ist selbstständig und arbeitet als Beraterin für internationale Geschäftsentwicklung und Marketing. Sie berät amerikanische Firmen, wenn sie sich in Deutschland ansiedeln wollen, um dort eine Filiale oder ähnliches zu eröffnen. Seit 1996 lebt die ehemalige Bad Dübenerin in den USA. Anfangs arbeitete sie für die Sächsische Wirtschaftsförderung. Ab 1996 dann für die Leipziger Messe, die sie für die Amerikaner schmackhaft machen wollte. "Ich bin dann einfach hängengeblieben. Später lernte ich in Brasilien meinen heutigen Mann kennen. Neben Marlene gibt es mittlerweile noch den neunmonatigen Vincent", so Hogue weiter.

Da in den USA die Schulpflicht bereits mit fünf Jahren beginnt, geht Marlene in ihrer Heimat auf eine sogenannte Elementary School, eine Art Grundschule. "Bei uns ist das alles etwas anders strukturiert. Bereits dreijährige Kinder gehen in eine Schule. Die heißt bei uns Pre-School. Mit fünf kommen sie dann in den Kindergarten und die Vorschule geht dann in die erste Klasse über. Das besondere ist, dass alle Kinder lesen und schreiben können, wenn sie in die Schule kommen", erzählt die ehemalige Bad Dübenerin weiter.

Für Marlene ist es eine ganz neue Erfahrung, eine deutsche Schule zu besuchen. Doch die Sechsjährige wurde begeistert und herzlich in ihre vorübergehende Klasse 1 b aufgenommen. "Alle sind sie ganz nett und freuen sich, wenn Marlene jeden Tag kommt", sagt Schulleiterin Sylvia Krause. In perfektem Englisch hielt Marlene schon einen kleinen Vortrag mit dem Laptop und zeigte Fotos über ihren Alltag in ihrer amerikanischen Heimat.

Neben der Schule ist die kleine Dame schon ein vielbeschäftigter Mensch. Sie spielt Fußball, turnt, tanzt, schwimmt und isst wie jedes deutsche Kind gerne Eiscreme und schaut gern fern. Während in den USA der Unterricht durchweg von 7.40 bis 14.30 Uhr stattfindet, ist für deutsche Grundschüler nach der fünften oder sechsten Stunde Schluss. "Außerdem schreiben die Kinder bei uns bis zur fünften Klasse nur mit Bleistift. Und erst danach mit dem Füller. Hier wollte Marlene das schon mal ausprobieren. Denn sie hat eine schöne Handschrift", sagt Jeannette Hogue.

Für die ehemalige Bad Dübenerin ist der vierwöchige Aufenthalt auch die Chance, alte Freunde und Sportkameraden zu treffen. Denn Jeannette war früher eine erfolgreiche Leichtathletin und errang viele Medaillen bei Wettkämpfen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.06.2014
Von Steffen Brost

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