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Bad Düben Kleingärtner in Bad Düben lassen Brunnenwasser testen
Region Bad Düben Kleingärtner in Bad Düben lassen Brunnenwasser testen
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08:19 26.07.2018
Zahlreiche Besitzer von Hausbrunnen lassen bei den Experten am Umweltmobil in Bad Düben das Wasser testen. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Auf ein gutes Ergebnis hoffte auch Andrea Weiser aus Pressel. „Wir haben noch einen Uraltbrunnen auf dem Grundstück. Das Wasser nutzen wir ausschließlich zum Gießen und Waschen. Das letzte Mal haben wir es vor 20 Jahren untersuchen lassen. Da wurde lediglich festgestellt, dass es sehr eisenhaltig ist. Mal sehen, was der neue Test bringt“, so Andrea Weiser.

Auch der Bad Dübener Thomas Bock will wissen, wie es um sein Brunnenwasser bestellt ist. „Mein Brunnen ist knapp neun Meter tief. Vor zehn Jahren wurde er von einer Bad Dübener Brunnenbaufirma gebohrt. Die Eigenanalyse von damals bescheinigte Trinkwasserqualität. Jetzt will ich sehen, ob das immer noch so ist“, erzählt er.

Je tiefer ein Brunnen, desto besser

Der Verein zum Schutze des Rheins und seiner Nebenflüsse engagiert sich für den Schutz des Grund- und Oberflächenwassers vor Verunreinigungen. Der Verein analysiert nicht nur, sondern bewertet, klärt auf, benennt die Ursache und stellt Forderungen, um die Belastungen zu reduzieren. „Wir sind mit dem Labormobil deutschlandweit unterwegs. Viele Menschen kommen zu uns, weil sie nicht wissen, ob ihr Brunnenwasser belastet ist oder nicht. In der Regel ist es meist so, um so tiefer ein Brunnen ist, um so geringer ist das Risiko, dass das Wasser beispielsweise mit Nitrat belastet ist“, erklärte Experte Harald Gülzow.

Hoher Wasserbedarf im Sommer

Gerade in den Sommermonaten steigt der Wasserbedarf im Garten. Da wollen die Kinder im Pool planschen und das selbstangebaute Gemüse und die Blumen müssen bewässert werden. Oftmals wird dazu das Brunnenwasser genutzt. Doch leider verschmutzen Nitrat und Pestizide das Grundwasser. „Wir führen eine Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt durch. Diese Untersuchung findet vor Ort statt, sodass die Bürger ihre Ergebnisse schon gegen Ende der Aktion abholen können. Wer will, kann auch umfangreichere Untersuchungen auf Parameter wie Eisen, Phosphat oder Bakterien durchführen lassen. Das Ergebnis dieser Analysen wird mit per Post zugesandt“, so Gülzow weiter.

Nitrat im Grundwasser

Im Raum Leipzig und Nordsachsen sei die Belastung des Brunnenwasser mit Nitraten seit zehn Jahren gleichbleibend. „Wir liegen hier etwa 30 Prozent über dem Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter“, so Gülzow. Den Grund für die Belastung sieht der Experte vor allem im Düngen der Felder. Denn wenn Landwirte und Gartenbaubetriebe Gülle, Gärreste und Mineraldünger auf Felder ausbringen, besteht immer die Gefahr, dass Nitrat ins Grundwasser gelangt. Brunnenwasser mit höheren Nitratkonzentrationen ist aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Trinken geeignet. Gülzow rät dann auch vom Befüllen eines Planschbeckens oder Teichs ab.

Von Steffen Brost

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