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14:26 19.05.2015
Mit einem Spezialkran wird der Findling auf den Kreisverkehr-Hügel gesetzt. In den nächsten Tagen erfolgt die Bepflanzung. Quelle: Steffen Brost

Am Mittwoch gingen die nun weiter. Die Gestaltung des Kreisverkehrs in der Bitterfelder Straße wurde fortgesetzt - und das mit schwerer Technik.

Ein Spezialkran hievte einen 19-Tonnen-Granitkoloss mittig auf den Erdhügel. "Der Stein lag jahrelang im Wohngebiet südliche Hüfnermark. Jetzt schmückt er den Kreisverkehr. Rings um den Stein erfolgt in den nächsten Tagen eine sogenannte winterharte Bepflanzung. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine Ganzjahresbepflanzung mit heidetypischen Gräsern", erläuterte Michael Noack vom gleichnamigen Garten- und Landschaftsbaubetrieb in Bad Düben, der die Gestaltung im Auftrag der Stadtverwaltung übernommen hat, das Vorgehen seines Teams.

Das Auf- und Abladen haben gestern etliche Schaulustige beobachtet und dabei zur Fotokamera gegriffen. Einer von ihnen ist LVZ-Leser Dieter Gerber. Er schaute zu, als der Findling in der Hüfnermark aufgeladen wurde, berichtete, dass der Stein bisher als Abenteuerspielplatz von Kindern gern genutzt wurde. Aufgrund seiner Größe kletterten die kleinen Abenteurer darauf herum.

Auf einem Tieflader wurde der Koloss dann durch das Wohngebiet abtransportiert - gesichert mit Ketten und Spanngurten. Die Fahrt war mitunter gar nicht so einfach, die Straßen sind beengt. Der Fahrer musste Präzisionsarbeit leisten. Aber alles ist geglückt. Die Bundesstraße wiederum, die vom Kreisel aus in Richtung Wittenberg führt, musste für den Einsatz kurzzeitig gesperrt werden. Schließlich benötigten die Fahrzeuge Platz, erst recht, als der Findling dann auf den Hügel drapiert wurde. Und da steht er jetzt, für jedermann gut sichtbar, ein Blickfang allemal.

Das Unternehmen Garten- und Landschaftsbaubetrieb Noack wird sich auch in Zukunft um die Pflege des Kreisverkehrs kümmern. Kritik hatte der Hügel bereits vor einiger Zeit von Bürgern und den Bad Dübener Stadträten geerntet. Der Kreisel sah verwildert aus, doch das bis dato zuständige Landesamt für Verkehr handelte nicht. Daraufhin wurde die Stadtverwaltung aktiv, startete einen Aufruf, wie der Kreisverkehr gestaltet werden soll. Die Bürger machten zahlreiche Vorschläge. Einige Autofahrer forderten mehr Sicht. Flach und hübsch mit Blumen gestaltet sollte er sein. Das Problem aber: Der Kreisverkehr befindet sich innerhalb einer Ortschaft und da gelten besondere Bestimmungen. Schließlich sind sich Stadt und Landesamt einig geworden; die Stadt übernimmt die Neugestaltung und künftige Pflege in Eigenregie - damit Gäste nicht mehr von einem Schandfleck begrüßt werden, wie das bisher der Fall gewesen war.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.06.2014
Von Steffen Brost und Nico Fli

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