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Bad Düben Knackpunkt Heizung
Region Bad Düben Knackpunkt Heizung
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17:00 19.05.2015
Einst Schule, jetzt Ländliches Bürgerzentrum: An diesem entsteht gerade ein Anbau mit einem Fahrstuhl (rechts im Bild). Quelle: Nico Fliegner

Doch die Pläne scheiterten. Nunmehr soll für insgesamt knapp 770.000 Euro saniert werden, davon sind etwa 400.000 Euro Fördermittel. Ein Mammutprojekt für die Landgemeinde. Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) gab am Dienstagabend den weiteren Fahrplan bekannt.

Es sollte alles ganz anders laufen. Und die Chancen standen gut. 90 Prozent Fördermittel - ein Traum für jede Kommune. Davon wollte auch Laußig profitieren, aus der alten Schule ein Bildungszentrum machen. Kurz vor knapp machten die übergeordneten Behörden der Gemeinde jedoch einen Strich durch die Rechnung. Das war 2009, eine neue Lösung musste her, ein neues Konzept und ein neuer Fördertopf - das EU-Programm Integrierte Ländliche Entwicklung (Ile). Aus dem Bildungszentrum entsteht nunmehr ein Ländliches Bürgerzentrum (LBZ) - und das mit so manchen Unwegbarkeiten.

Genau die sind es, die Gemeindevertreter zuletzt kritisch sahen. Sie befürchteten, dass die Kosten immer mehr in die Höhe klettern. Denn genaue Angaben waren ihnen im Detail nicht bekannt. Schneider nahm die Kritik an, legte am Dienstag offen, was noch ansteht und getan wurde. So habe das LBZ bereits ein neues Dach und eine neue Fassade, derzeit entsteht im hinteren Bereich ein Eingang mit einem Fahrstuhl. Die Zimmerer werkeln indes an der Dachkonstruktion darüber.

Kritisch sieht Schneider die Auflagen, zum Beispiel im Bereich Brandschutz. "Deutschland erstickt an seinen Standards", erklärte das Gemeindeoberhaupt. Das LBZ werde ein "Hochsicherheitstrakt". Allein Brandschutztüren würden über 4000 Euro das Stück kosten, spezielle Deckenplatten über 6500 Euro - für die entsprechenden Aufträge an die Unternehmen gaben die Räte am Dienstag grünes Licht.

Ein weiterer Knackpunkt stelle die Heizung dar. 60.000 Liter Heizöl seien bislang jährlich verbraucht worden - ein enormer Kostenfaktor, dem jetzt ein Ende gesetzt werden soll. "Die Sanierung der Heizung ist zwingend notwendig", sagte Schneider. Doch die sei nicht Bestandteil der Förderung, deshalb sucht die Gemeinde bereits nach Partnern aus der Energiebranche, will ein Blockheizkraftwerk bauen, das dann neben dem LBZ die benachbarte Kita, die Turnhalle und den Konsum sowie Wohnungen und Häuser im Umfeld mit Wärme versorgen könnte. "Wir rechnen gerade", so der Bürgermeister. Noch in diesem Jahr soll es eine Lösung geben.

Die Arbeiten gehen jedenfalls voran, das LBZ liegt offenbar auf der Zielgeraden. In dem modernisierten Objekt sollen dann Vereine, Bildungsträger und die Gemeindeverwaltung ihren festen Platz finden, zum Teil haben sie ihn schon. Zudem soll das Haus Anlauf- und Treffpunkt für die Laußiger sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.05.2013

Nico Fliegner

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