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Bad Düben Kochtopf-Brand und dessen Folgen durchgespielt
Region Bad Düben Kochtopf-Brand und dessen Folgen durchgespielt
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17:01 19.05.2015
Einsatzleiter Matthias Eichler wertet mit seinen Kameraden die Übung bei der Bundespolizei aus. Quelle: Gerd Winkler

Was war geschehen?

Im zweiten Obergeschoss eines Dienstgebäudes kam es zu einem Kochtopfbrand. Schnell breitete sich dichter Qualm aus. Die im Flur installierten Rauchmelder lösten aus. Aufgrund starker Rauchentwicklung im Flurbereich und Treppenhaus konnten sich die noch in den Obergeschossen befindlichen Personen nicht mehr retten. Mehrere Leute standen an den Fenstern, winkten und riefen um Hilfe. Jetzt ging es um Menschenleben, jede Minute zählte.

Nun waren der Diensthabende Beamte und die Angehörigen der Sicherungswache gefordert. So sah es zumindest die geplante Übung vor. Die Brandschutzbestimmungen der Bundespolizei legen fest, dass Übungen regelmäßig, in diesem Fall auch einmal außerhalb der regulären Dienstzeit durchzuführen sind. Ziel ist, dass bestimmte Verhaltensmuster der Belegschaft bei Ereignissen dieser Art automatisiert werden, die Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Feuerwehr geübt und Schwachstellen in den Organisationsabläufen erkannt werden.

Rasch konnten an diesem Abend die eingeschlossenen Personen mittels Drehleiter aus den Obergeschossen gerettet werden. Zudem durchsuchten Kameraden unter Atemschutz jedes Zimmer nach weiteren möglichen Brandopfern. Zum Abschluss fand eine Auswertung des Einsatzes statt.

Matthias Eichler, Stadtwehrleiter von Bad Düben, der als Einsatzleiter fungierte, erklärt schließlich: "Die Übung ist gut gelaufen." Dem konnte Polizeiobermeister Langbrandner, Brandschutzbeauftragter der Dienststelle, nur beipflichten. "Wir sind mit der Arbeit der Feuerwehr zufrieden", erklärte er im Nachgang.

Gewiss wird dies nicht der letzte Übungseinsatz der Bad Dübener Feuerwehr in der Liegenschaft der Bundespolizei gewesen sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.05.2013

Gerd Winkler

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