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Bad Düben Köhlerei Eisenhammer: Betreiberin erhebt Beschwerde gegen Ministerin Dalbert
Region Bad Düben Köhlerei Eisenhammer: Betreiberin erhebt Beschwerde gegen Ministerin Dalbert
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06:36 25.05.2018
Die Köhlerei Eisenhammer in der Dübener Heide. Quelle: Kathrin Kabelitz
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Tornau

Die Betreiberin der Köhlerei Eisenhammer, Norma Austinat, hat Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Sachsen-Anhalts Umweltministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90/Grüne) eingelegt und Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) um Unterstützung gebeten. In einem sechseitigen Schreiben schildert sie ihre Lage und erhebt Vorwürfe gegen die Politikerin wegen deren „bewusst unwahren Sachverhaltsdarstellung und ihrer Untätigkeit bezüglich Verwaltungsvorgängen, die sie auf Ministerialebene gezogen hat“. Dalbert hätte in einer Pressemitteilung sowohl Ruf als auch Glaubwürdigkeit der Köhlerei in Frage gestellt.

Förderung, die vorfinanziert werden muss, ist keine Unterstützung

Norma Austinat wehrt sich gegen die Aussage, dass der Köhlerei Unterstützung angeboten wurde, das Gelände vernässungssicher aufzustellen – die Betreiber aber Vorschläge kategorisch abgelehnt hätten. Die Möglichkeiten des Objektschutzes hätten sich deutlich reduziert, so Austinat. Leader-Förderung müsse sie vorfinanzieren, dies seit mit Blick auf die ausstehende Existenzsicherung des Standortes keine Unterstützung. Auch Aussagen, ein Zusammenhang zwischen Niederschlagsgeschehen und Vernässungserscheinungen werde nicht vermutet, wies sie zurück. Sie verstehe nicht, dass angesichts der Tatsache, dass sich die Köhlerei in Existenznot befindet und ein Kulturgut gefährdet ist, Vermutungen als Hindernissgründe zur Rettung als ausreichend bewertet und aktuelle Stellungnahmen als unzureichend abgewiesen wurden. Kritisch sieht sie zudem den Passus, „im Fall der Köhlerei ist eben nicht nachgewiesen, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Aktivitäten des Bibers und der Situation am Standort gibt“. Austinat führt eine Stellungnahme des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft an, in der es heißt: „Die durch Biberdämme verursachten Aufstauungen des Hammerbaches bzw. seiner Zuflüsse führen zu flächenhaften Überflutungen und damit zu einer fortlaufenden Infiltration und Auffüllung des schwebenden Grundwassers.“

Betreiber kämpfen seit Monaten um Fortbestand des Betriebes

Norma Austinat bangt seit Mai 2017 um den Traditionsbetrieb, dessen Fortbestand durch die zunehmende Vernässung gefährdet ist. Die Köhlerin macht dafür den Biber verantwortlich. Im April stellte sie einen Eilantrag, wonach ihre Forderung, alle Dämme zurückzubauen, umgesetzt werden soll. Das Gericht lehnte ab, für die Erteilung einer solchen Genehmigung seien die Landkreise zuständig.

Von Kathrin Kabelitz

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