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Kontrolle in Wald und Moor

Kontrolle in Wald und Moor

Kreisgebiet. Wildenhainer Bruch, Torfgraben und Mühlbachaue sind Schwerpunkte der Projektbegehung Pressel. Die Fördermittelgeber kommen. Es ist eine langjährige Tradition, dass das Naturschutzgroßprojekt Presseler Heidewald- und Moorgebiet regelmäßig vom Bundesamt für Naturschutz und dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft besucht wird.

. Zur diesjährigen Begehung am Mittwoch und Donnerstag werden drei, erst im vergangenen Jahr fertig gestellte Projekte besichtigt. Dabei soll die Umsetzung kontrolliert und begutachtet werden.

Im Zeitraum 1996 bis zum 31. Dezember 2009 wurden 20 Projekte im Presseler Heidewald- und Moorgebiet umgesetzt. Die Investitionssumme dafür liegt bei 6,3 Millionen Euro. Fünf Prozent dieser Summe muss der Träger aufbringen, der große Rest (95 Prozent) sind Fördermittel. Für die drei aktuellen Projekte wurden 118000 Euro investiert. Träger ist der Zweckverband Presseler Heidewald- und Moorgebiet. Projektmanager Roland Krönert stellte die Inhalte der Rundfahrt vorab im Landratsamt vor. Drei Schwerpunkte stehen Ende April auf der Tagesordnung.

Der erste beinhaltet die Deaktivierung von Entwässerungsgräben nördlich und südlich des Wildenhainer Bruches. Die im Umfeld tief ausgebauten Entwässerungsgräben führen zu einer permanenten Grundwasserabsenkung und zu einer schnellen Wasserableitung aus dessen Einzugsgebiet. Nach nunmehr zehnjähriger Kontrolle der hydrologischen Wirksamkeit dieser Maßnahmen auf die Waldbestände wurde in mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst die vollständige Umsetzung der Maßnahme erreicht. Sie hat den Zweck, den Abfluss des Oberflächenwassers aus dem Einzugsgebiet des Wildenhainer Bruches zu reduzieren, sowie lokal den Grundwasserspiegel zu heben. Danach geht es zum Torfgraben wo der zweite Bauabschnitt in Augenschein genommen wird. Ein Stau im Torfgraben bewirkt eine Erhöhung des Grundwasserstandes der angrenzenden Wiesenflächen. Diese sollen sich zu Nasswiesen entwickeln. Damit ist die Revitalisierungsmaßnahme von 2007 um neu Hektar erweitert worden. Der vollständige Verschluss der Gräben in der Wiese wurde vorgenommen. Es befinden sich sieben Stichgräben in der Wiese, welche in die zum Torfgraben führende Hauptader einmünden. Mit der Wiedervernässung dieses Wiesenkomplexes verschlechtert sich zwangsläufig die Befahrbarkeit der Wiesen und Wiesenflächen. Um insbesondere die Zuwegung der nicht vernässten Grünlandflächen zu gewährleisten, wurde an der Waldkante ein befestigter und begrünter 550 Meter langer Randstreifen angelegt.

Den Abschluss bildet die obere Mühlbachaue. Dort geht es um die Stabilisierung der Überfahrten an den Mäandern (geschlängelter Flusslauf) geht. Der Mühlbach wurde weitgehend in seinen Altlauf der Mühlbachwiese gelegt. Um die größeren Mäanderinnenflächen mit Mähtechnik erreichen zu können, wurde Kies im alten Mühlgraben eingebaut. Biber und Starkniederschlägen haben immer wieder für unerwünschte Durchbrüche an den Mäanderabsperrungen vom Mühlbach zum alten Mühlgraben und damit zur Änderung der Fließrichtungen gesorgt. Die Kiesschüttungen (Überfahrten) wurden von den Starkniederschlägen erheblich ausgespült. Damit war die Mahd der Mäanderschleifen nicht mehr möglich gewesen. Die größeren Flächen wurden deshalb mit einer stabilen Überfahrt im bestehenden Vorfluter Mühlbach für Mähtechnik erreichbar gemacht. Speziell an den fünf großen Mäanderflächen wurde die Zufahrt auf fünf Meter Breite erweitert und mit je zwei Spundwänden stabilisiert.

Nico Fliegner

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