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Kossa soll neue Fußwege bekommen

Sanierungspläne Kossa soll neue Fußwege bekommen

Der Gehweg an der Kreisstraße K 7401 wurde vor zehn Jahren vom Landkreis Nordsachsen rundum erneuert – aber nur auf einer Seite. Die andere ist unbefestigt, sandig, rissig und birgt Pfützengefahr. Bei dem Vorplatz vor dem Bürgerhaus ist der Fall ähnlich. Daran wird sich bald etwas ändern.

Kossa. Der Bürgersteig neben der Kreisstraße K 7401 sowie der Vorplatz des Bürger-Service-Centers Kossa sollen saniert werden. Laut Lothar Schneider, parteiloser Bürgermeister der Gemeinde Laußig, werde der Bürgersteig 2017/18 teilweise erneuert und der Vorplatz noch in diesem Jahr.

„Wir brauchen in jedem Ort einen beidseitigen Gehweg“, äußert Schneider. Er habe schon erste Gespräche mit dem Abwasserzweckverband und der Straßenbauverwaltung des Landkreises Nordsachsen geführt. „Die konkrete Planung liegt noch nicht vor, aber der Grundgedanke“, betont er. Auch der Landkreis wolle wieder an der Straße sanieren.

Straße einseitig saniert vor 10 Jahren

Vor gut zehn Jahren wurde die Hauptverkehrsader K 7401 in Kossa saniert. Heraus kam aber nur ein einseitig neu gemachter Gehweg. Die andere Seite blieb wie zu DDR-Zeiten: sandig, rissig und an den Rändern unbefestigt. Die Anwohner würden das gern verändern, denn dieser marode Gehweg birgt eine Menge Unfallgefahren, erklärt Peter Mösing, Ortsvorsteher von Kossa.

Rissig, sandig und unbefestigt

Rissig, sandig und unbefestigt: Eine Seite der Kreisstraße K 7401 ist noch immer nicht saniert.

Quelle: Melanie Steitz

Seit der Kreisgebietsreform 2008 gehört die Kreisstraße zwar zum Landkreis Nordsachsen, aber die Gehwege fallen noch immer in den Verantwortungsbereich der Gemeinde Laußig, so Steffi Wendt, Sachgebietsleiterin im Straßenbauamt Nordsachsen.

Bewohner schütten Sand in die Risse

„Eine Gehwegerneuerung ist nicht mit zehn Euro abgetan – das wissen wir“, konstatiert Mösing. Mit Blick auf baldige Förderprogramme des Freistaats sei es aber denkbar. Gemeinsam mit Gemeindevertretern hat er ein Konzept erarbeitet, denn es sei dringend notwendig.

In der Bepflasterung aus DDR-Zeiten haben sich tiefe Risse aufgetan. Die teilweisen Schotterflächen neben den Einfahrten wurden schon eigenmächtig von den Anrainern mit Sand aufgeschüttet. Das Regenwasser steht dort bei schlechtem Wetter zentimeterhoch in schlammigen Pfützen. Im Winter gefrieren diese zu Eisflächen und es besteht eine erhöhte Ausrutschgefahr aufgrund von Glätte.

Pfützenwasser bis an die Hauswände

Zwar habe die Straßenmeisterei des Landkreises Nordsachsen bereits festgestellt, dass sich die Frequenz in Kossas Durchfahrtsstraße relativ niedrig sei, es käme aber oft vor, wenn Lkw mit Tempo 60 durch den Ort führen, dass dreckiges Pfützenwasser bis in die Vorgärten und an die Fassaden der Häuser spritzt. So ginge das nicht weiter. Mösing hat daher eine Vision: den Teil, wo Autos ein- und ausfahren, begrünen, den anderen Teil, der als Grundstückszufahrt genutzt wird, neu bepflastern.

Der Vorteil: In den Rasenstücken könne das Regenwasser problemlos über Versorgungsleitungen in die Erde sickern. Dies sei auch kostengünstiger für die Kommune Laußig. Bürgermeister Schneider schwebt das auch vor. Er will außerdem beide unbefestigten Gehwegbereiche kurz vor der Ortsausfahrt nach Durchwehna teeren, weil es dort auf beiden Seiten keine Bürgersteige gibt.

Zweites Projekt: der Vorplatz vom Bürgerhaus

Hat den Zenit überschritten

Hat den Zenit überschritten: der rissige Betonboden vor dem Haupteingang des Bürger-Service-Centers.

Quelle: Melanie Steitz

Eine ähnliche Lösung schwebt Mösing für den Vorplatz des Bürgerhauses vor. Er hofft auf baldige Maßnahmen im Herbst. „Jeder von uns im Dorf ist stolz, wenn es einen Platz gibt, wo wir uns treffen können“, begründet er. Allerdings hat der 200 Meter lange Fußweg vor dem Haupteingang den Zenit mittlerweile überschritten: Die Betondecke ist stark korrodiert und birgt zahlreiche Unfallschwerpunkte für sowohl jüngere als auch ältere Menschen, besonders im Winter.

Den Investitionsplan, den die Gemeindemitglieder entworfen haben, sieht vor, dass dort massig begrünt wird, Parkplätze für Familienfeste entstehen und der Bereich keine blanke Platte mehr sein wird. Auch hier seien kommunale Fördermittel des sächsischen Finanzpakets „Brücken in die Zukunft“ zu erwarten, so Bürgermeister Schneider, aber die müssten noch freigegeben werden. Bis zu 50 000 Euro könnte die Sanierung dann kosten, vermutet Mösing. „Das ist notwendig“, sagt Schneider. Zwar sei die Kommune gerade mit der Abwicklung von diversen Hochwasserschäden beschäftigt, aber es sei dieses Jahr vorgesehen, dass sich auf dem Vorplatz etwas tut.

Von Melanie Steitz

Hauptstraße 86 c, Kossa 51.6186515 12.6747443
Hauptstraße 86 c, Kossa
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