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Kossa und Durchwehna werden an das Dübener Klärwerk angeschlossen

Baustart 2017 Kossa und Durchwehna werden an das Dübener Klärwerk angeschlossen

Die Heide-Dörfer Kossa und Durchwehna werden bis 2020 an das Netz des Zweckverbandes Abwassergruppe Dübener Heide in Bad Düben angeschlossen. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten beginnen. Müssen jetzt die Einwohner erneut einen Anschlussbeitrag zahlen?

Blick auf das Klärwerk in Bad Düben.

Quelle: Nico Fliegner

Bad Düben. Beim Zweckverband Abwassergruppe Dübener Heide in Bad Düben steckt Geschäftsführerin Bärbel Deutrich mitten in den Wirtschaftsplanungen für 2017 und 2018. Fest steht bereits, dass die Dörfer Kossa und Durchwehna die Investitionsschwerpunkte des Verbandes bis 2020 sein werden. Der Verband hat für das dortige, Ende der 1980er-Jahre in Betrieb gegangene Mischwassersystem eine bis Ende 2020 zu realisierende Sanierungsanordnung erhalten. Insbesondere bei Starkregen kann es derzeit dazu kommen, dass stark verdünntes Mischwasser in den Schleifbach gelangt. Zudem steigt mit dem Grundwasser auch die Befürchtung, dass Leitungen und Bauwerke aufgetrieben werden.

Kanäle werden untersucht

Derzeit, so Deutrich, würden in Kossa alle Kanäle mit Kameras befahren. Erst danach könnte man mit konkreten Zahlen hantieren. Damit steht auch noch nicht fest, inwieweit die Kossaer und Durchwehnaer, die bereits einen Abwasserbeitrag gezahlt haben, erneut zur Kasse gebeten werden. „Wir werden so schnell es geht informieren.“ Deutrich betonte, dass es dem Verband definitiv nicht darum gehe, den Bürgern so tief wie möglich in die Taschen zu greifen.

In Kossa wird künftig auf ein striktes Trennsystem gesetzt. Die jetzigen Kanäle sollen das Regenwasser aufnehmen. Die neuen Schmutzwasserkanäle kommen zusätzlich und werden tiefer gebaut. Der Hauptsammler wird aber vom Schleifbach weg in die Kreisstraße verlegt. Dies erfolge in einem Zug mit dem insgesamt 3,6 Kilometer langen Straßenbau, der in Verantwortung des Landkreises liege. Wann der Bau vor Ort beginnt, das konnte Bärbel Deutrich noch nicht sagen. „Doch 2017 wollen wir auf jeden Fall noch loslegen. Ziel bleibt es, 2020 fertig zu sein.“ Das Kossaer Abwasser werde dann auch nicht mehr in Durchwehna, sondern in Bad Düben geklärt.

Verband investiert auch in Hohenprießnitz

Neben Kossa ist der Verband 2017 auch weiter in Hohenprießnitz aktiv, wo bis Ende dieses Jahres rund 4,6 Millionen Euro in das Abwassernetz fließen werden. Hier erfolgen in diesem Jahr noch die abschließenden Kanalbauten in den Straßen Bauerndorf, Querweg und Gäblerweg, bei denen der Verband mit einer Investitionssumme von rund 900 000 Euro rechnet.

Gebaut wird derzeit auch der Mischwasserkanal in der Bad Dübener Muldenstraße und Ringstraße. Bis Ende Februar, so der Auftrag an die Mitarbeiter von Straßen- und Tiefbau Eilenburg, sollen die insgesamt rund 270 Meter Kanal verschiedener Durchmesser in der Straße und weitere rund 100 Meter Kanal bis zu den Hausanschlüssen verlegt sein. Ob es darüber hinaus möglicherweise weitere Ersatzneubauten im Verbandsgebiet geben kann, dazu kann Bärbel Deutrich erst nach dem Beschließen des Wirtschaftsplanes eine verbindliche Aussage machen.

Von Ilka Fischer

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