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Kossaer Jugend will Dorfclub wieder flott machen

Spenden-Aktion Kossaer Jugend will Dorfclub wieder flott machen

Die Mitglieder vom Jugendclub Kossa wollen die marode Treppe vor dem Vereinsgebäude sanieren und die Kellerwände neu streichen. Das nötige Geld möchten sie durch eine Sommerparty generieren. Eingeladen wird aber nicht via Facebook. Das hat schon mal für Ärger gesorgt.

Wollen die Treppe sanieren: Pascal Prautsch (17, links) und Dustin Schleinitz (15) vom Kossaer Jugendclub.

Quelle: Melanie Steitz

Kossa. Die Mitglieder des Jugendclubs in Kossa sparen gerade für die Renovierung ihrer maroden Treppe an. Das Gebäude am Teichhäuser Weg stammt noch aus DDR-Zeiten und ist brüchig geworden. Die Jugendlichen sind aber selbst verantwortlich, das Haus instandzuhalten.

Mit einer Sommerparty soll daher das nötige Geld für die Sanierung eingenommen werden. Dabei müssen jedoch gewisse Regeln der Clubordnung eingehalten werden. Für die Disconacht im August beantragt der Clubvorsitzende Pascal Prautsch gerade noch eine Sondergenehmigung bei der Gemeinde Laußig. In den meisten Fällen klappt das auch.

Bürgermeister erwartet Eigenleistung

Lothar Schneider, parteiloser Bürgermeister der Gemeinde Laußig, freut sich über den jugendlichen Elan, Spendengelder für die Treppe zu akquirieren: „Ein bisschen Eigenleistung erwarte ich von ihnen und wenn die Vereinsmitglieder Fragen haben, ist es immer konstruktiv und ich kann ihnen meistens weiterhelfen.“

Will nicht mehr über Facebook einladen

Will nicht mehr über Facebook einladen: Pascal Prautsch (17), Vorsitzender des Jugendclubs Kossa.

Quelle: Melanie Steitz

Prautsch, der 17-jährige Vorsitzende, betont: „Für unsere Jugend gibt es sonst wenig Angebote. Der Jugendclub ist in unserem Alter genau das Richtige, man ist unter sich und kann sich frei entfalten. Deswegen wollen wir den Vorplatz und das Haus auch instand halten.“

Nicht mehr über Facebook einladen

Dieses Mal wollen Prautsch und der 15-jährige Dustin Schleinitz aber nicht via Facebook im Internet einladen. Viel werde über spontane Mundpropaganda und persönliche Einladungen laufen. Denn der Kossaer Jugendclub hat mit dem Medium schon schlechte Erfahrungen gemacht: Durch einen harmlosen Post aus Unwissenheit seien 40 Leute in den Jugendclub gekommen – die meisten waren Prautsch und den 13 anderen aktiven Mitgliedern, dem harten Kern, überhaupt nicht bekannt. Da hätten sie leicht den Überblick über die Situation verloren.

Neuer Kelleranstrich ebenso geplant

Schon 2012 sammelten die Kossaer bei ihren Ein-Euro-Partys Geld für die Holzüberdachung auf der Terrasse, die sie dann in Eigenregie angefertigt haben. Auch der Keller soll neu gestrichen werden, wenn es nun nach Prautsch geht nach altem Muster weiß-blau gestreift.

Seit einem Jahr sind die Jugendlichen außerdem auf sich allein gestellt, weil es keinen Streetworker mehr gibt. Er wurde im Rahmen der Jugendförderung des Landkreises Nordsachsen für ein Jahr befristet finanziert und kümmerte sich um die Jugendhäuser in Jesewitz, Laußig und Doberschütz. Ein Nachfolger ist laut Bürgermeister Schneider nicht in Sicht. „Es ist derzeit keine glückliche Lösung“, sagt er. „Wir suchen immer noch.“

Ohne Streetworker viel eigenständig

„Wir haben eigentlich Schwein mit unseren Jugendclubs,“ sagt Mösing optimistisch. „Die sind eigentlich ganz vernünftig, geben direkte Anstöße und räumen ihren Müll nach größeren Feiern wie Silvester immer auf,“ betont er. „Die momentane Konstellation der Gruppe ist gerade sehr angenehm, alles verläuft reibungslos.“ Und das sei schließlich besser, als wenn die Halbwüchsigen dezentriert an Bushaltestellen rumhingen.

Von Melanie Steitz

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Teichhäuser 1A, Kossa
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