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Bad Düben Kreisverkehr geplant: Dübens Unfallschwerpunkt Nummer 1 wird entschärft
Region Bad Düben Kreisverkehr geplant: Dübens Unfallschwerpunkt Nummer 1 wird entschärft
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Schmiedeberger Straße/Postweg: Hier soll ein Kreisverkehr entstehen. Ein Planfeststellungsverfahren wird vermutlich erforderlich. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Die Vorplanungen zum Ausbau des Knotenpunktes sind abgeschlossen. Mittlerweile ist auch, wie im Sommer angekündigt, "die Anhörung der Träger öffentlicher Belange abgeschlossen, sodass im nächsten Jahr mit der Arbeit am Vorentwurf begonnen werden kann", sagt Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Damit habe die Behörde die im Frühjahr zugesagten Planungsschritte inhaltlich und terminlich wie abgearbeitet.

Zumindest ein Ergebnis zeichnet sich nach Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen jetzt aber ab: Bei der weiteren Planung wird die Knotenpunktgrundform eines kleinen Kreisverkehrsplatzes zugrunde gelegt. Damit richte sich die Behörde, so Siebert, nach der von der Stadt Bad Düben angegebenen Vorzugsvariante. Zur Auswahl hatte noch eine wesentlich größere Knotenpunkt-Grundform gestanden. Vorteil der abgespeckten Variante: Bei dieser müsste nicht in privaten Grundbesitz eingegriffen werden. Im anderen Fall hätten private Flächen um Umfeld der Kreuzung angekauft werden müssen.

Dennoch, und das zeigen auch Erfahrungswerte des Landesamtes, sei bei einem Bauprojekt in der Ortslage davon auszugehen, dass ein Planfeststellungsverfahren erforderlich wird, weil es das öffentliche Interesse berührt. Behörden, aber auch Bürger können sich dann zu dem Vorhaben äußern, gegebenenfalls ihr Veto einlegen. Mit Aussagen zu einem Baubeginn hält sich Isabel Siebert bewusst zurück. Die Planungen seien noch in einem frühen Stadium, Aspekte wie Umweltbelange und Eigentumsrechte seien zu erkunden und bewerten, eventuelle Klagewege, die das Prozedere erheblich verzögern könnten, abzuwarten. Zudem müsste das Projekt auch in die Finanzplanungen von Land, Landkreis und Stadt eingebunden werden. Bisher war von rund 216.000 Euro Gesamtkosten die Rede. Auch die Kommune, die finanziell mit im Boot ist, hatte in den vergangenen vier Jahren die Kosten in die jeweiligen Haushaltsplanungen eingestellt.

Der Knotenpunkt ist seit vielen Jahren im Fokus von Stadtverwaltung, Polizei, Landratsamt und Kriminalpräventivem Rat. Der Kreuzungsbereich gilt als vielbefahren, die Einsehbarkeit ist schlecht, ein Radweg fehlt. Fußgänger haben Probleme, wenn sie diesen Bereich queren wollen. Immer wieder kracht es, weil die Vorfahrt missachtet wird oder Autofahrer auf den vor ihnen abbiegenden Vordermann auffahren. Meist bleibt es bei Blechschäden. Immer wieder sind aber auch Verletzte zu beklagen.

Ein Kreisel würde eine höhere Verkehrssicherheit mit sich bringen, denn er zwingt die Autofahrer faktisch dazu, langsamer zu fahren. Zudem sorgt er für mehr Übersichtlichkeit.

Von Kathrin Kabelitz

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