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Bad Düben Kriegsherren als Profiteure: Sonderschau in Bad Düben endet mit Vortrag
Region Bad Düben Kriegsherren als Profiteure: Sonderschau in Bad Düben endet mit Vortrag
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12:36 10.10.2018
Im Bad Dübener Naturparkhaus ist bis Ende Oktober die Ausstellung zum Dreißigjährigen Krieg zu sehen. Quelle: Foto: Kathrin Kabelitz
Bad Düben

Die Städte Bad Düben, Eilenburg und Delitzsch gehörten zu den Städten in Nordsachsen, die seit Mai eine besondere Ausstellungsreihe zeigten: Weil sich 2018 der Beginn des Dreißigjährigen Krieges zum 400. Mal jährt, haben Museen diese Epoche, die zu Umbrüchen in ganz Europa führte, aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln mit Sonderschauen in Szene gesetzt.

Ein Teil des vom Bad Dübener Projektkoordinator Günter Tempelhof konzipierten und unter Mitwirkung der einzelnen Museen entstanden Ausstellungszyklus „Je weniger Klingen, je größere Herzen – 400 Jahre Dreißigjähriger Krieg“ war unter der Überschrift: Wissen für die Zukunft? im Bad Dübener Naturparkhaus zu sehen. Bevor die Schau am 31. Oktober schließt, lädt das Landschaftsmuseum Dübener Heide am 28. Oktober zur Abschlussveranstaltung ein. Dr. Alexander Querengässer wird ab 15 Uhr in seinem Vortrag die Kriegsherren des 17. Jahrhunderts als Unternehmer und Profiteure beleuchten.

Alexander Querengässer während seines Vortrags „Ausgeplündert und verheert. Das Leiden der Landbevölkerung im Dreißigjährigen Krieg” im Museum Barockschloss Delitzsch. Quelle: Edith Dorothea Klisa

Männer wie Ernst von Mansfeld, Albrecht von Wallenstein oder Bernhard von Sachsen-Weimar warben auf eigene Kosten Truppen an und stellten sie den kriegsführenden Mächten zur Verfügung. Das System dieses Kriegsunternehmertums war äußerst komplex und erinnert an moderne Unternehmen mit etlichen Subunternehmern. Der Vortrag möchte erklären, wie die Heere des Dreißigjährigen Krieges funktionierten, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Agieren der großen Söldnerführer lagen und wie aus der Soldateska dieses Krieges schließlich die stehenden Heere des Barockzeitalters hervorgingen. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen. Von 13 bis 17 Uhr kann die Sonderausstellung besichtigt sowie die breitgefächerte Literaturauswahl zum Thema und der Film über einen Söldner im Dreißigjährigen Krieg angeschaut werden. Der Eintritt ist frei. So wird auch den Fragen nachgegangen, wie der Gefallenen gedacht wird und was aus den Kriegen gelernt wird.

28. Oktober, 15 Uhr, Naturparkhaus

Von LVZ

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