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Kritik an Höhenfeuerwerken in Laußig

Kritik an Höhenfeuerwerken in Laußig


Laußig/Bad Düben. Die Zeit der Knallerei geht wieder los. Kein Wochenende ohne Feiern und Höhenfeuerwerke in Bad Düben und den umliegenden Ortschaften.

. Auf der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend in Laußig führte das erstmals zu Kritik. Und auch die Kurstädter können ein Lied davon singen, wenn der nächtliche Himmel hell erleuchtet ist. Eine Änderung der Polizeiverordnung scheiterte dort.

Der im beschaulichen Muldedorf Gruna lebende Manfred Otto, der für die CDU im Laußiger Gemeinderat sitzt, ist durchaus für vieles offen und verständnisvoll. Doch die „Feuerwerksknallerei", wie er sagte, geht ihm gehörig auf die Nerven. Bei jeder Feier gebe es mittlerweile Höhenfeuerwerke. „Ehrlich gesagt habe ich damit Bauchschmerzen." Er wollte nunmehr von Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) wissen, ob dies alles rechtmäßig sei.

„Grundsätzlich ist das nicht erlaubt", informierte das Gemeindeoberhaupt. „Wenn jemand ein Feuerwerk machen will, muss er sich das genehmigen lassen. Alles andere ist illegal." Das konnte Hauptamtsleiterin Martina Jacob bestätigen. Selbst ein professioneller Feuerwerker müsse sich eine Genehmigung einholen, erklärte sie.

Wie auch immer – in den Dörfern der Gemeinde Laußig scheint es öfter mal laut zu werden, und das ohne amtlicher Genehmigung. Beobachtet werden solche himmlischen Spektakel vor allem bei Familienfeierlichkeiten, die in den Bürgerhäusern stattfinden. Der abendliche Höhepunkt ist dann das Feuerwerk. Für so ein Schauspiel werden mitunter ein paar hundert Euro verballert. Otto schlug deshalb vor, die Mietverträge zu überarbeiten. Die Gemeinde müsse darin festhalten, dass Feuerwerke nur mit entsprechender Genehmigung gezündet werden dürfen.

Laußig könnte aber auch die Polizeiverordnung verschärfen. In der Stadt Bad Düben ist das vor vier Jahren nach massiver Bürgerkritik versucht worden. Stadträte sahen vor allem das Wohl der Patienten in den Kliniken gefährdet. Doch die Verordnung, die für bestimmte Straßen im Kurpark-Bereich, am Pflegeheim und in der Nähe von Kirchen ein Komplett-Verbot vorsah, spaltete den Stadtrat. Eine knappe Mehrheit votierte letztlich dagegen und das fröhliche Knallen geht bis heute weiter.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Schreiben Sie uns! E-Mail: bad-dueben@lvz.de

Nico Fliegner

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