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Bad Düben Kritik an Zustand von Wegen in der Dübener Heide
Region Bad Düben Kritik an Zustand von Wegen in der Dübener Heide
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19:38 13.06.2018
In weiten Teilen des Naturparks Dübener Heide sind die Sturmschäden beseitigt und der Holzabtransport läuft auf Hochtouren. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Besonders betroffen ist der Reinharzer Weg im Bereich der Siebenarmsäule im anhaltinischen Gebiet des Naturparks. Das Wandern auf diesem Weg ist aktuell nur schwer möglich, das Radfahren kaum, weil die Bäume zum Teil quer über den Wegen liegen. Bei Axel Mitzka, Vorsitzender des Naturparkträgervereins Dübener Heide, klingelte in den vergangenen Wochen das Telefon zu dieser Problematik heiß.

Beschwerden von Wanderer

Viele Wanderer beschweren sich über den Zustand dieser Wege. Doch auch Mitzka sind die Hände gebunden. „Das Gebiet, in dem die Bäume noch liegen, gehört zum Bad Schmiedeberger Stadtwald. Dort mahlen die Mühlen langsam. Bad Schmiedeberg hat keine eigenen Waldmaschinen wie Harvester und Forwarder. Da muss eine Fachfirma ran. Aber davor muss eine Ausschreibung für diese Arbeiten gemacht werden. Und das dauert anscheinend“, so Mitzka.

Bürgermeister verspricht Beräumung

Für Bad Schmiedebergs Bürgermeister Martin Röthel (SPD) ist das eine unangenehme Situation, die er in den nächsten Wochen aber lösen will. „Es gab Probleme mit der Fachfirma, die ohnehin dort schon geplante Fällarbeiten erledigen wollte. Dann kam der Sturm und es gab längere Streitigkeiten mit unserem Vertragspartner. Das ist mittlerweile erledigt, sodass wir in den kommenden Wochen die noch nicht beseitigten Sturmschäden beräumen werden“, verspricht Röthel.

Arbeiten im Kirchenforst Bad Düben

Anders sieht es da im Bad Dübener Kirchenforst aus. Dort hinterließ „Friederike“ einen Schaden von rund 6000 Festmeter Holz. Doch die Aufräumarbeiten sind hier nahezu abgeschlossen. „Wir hatten den Plan, dass bis Mitte Mai das Gröbste aufgeräumt und ein Großteil der Schäden behoben sind“, sagt Schirmer. Doch der Abtransport der Holzstapel in diesem Gebiet werde sich noch über den Sommer hinziehen.

In weiten Teilen des Naturparks Dübener Heide sind die Sturmschäden beseitigt und der Holzabtransport läuft auf Hochtouren. Quelle: Steffen Brost

Die Zeit drängt, denn dann soll der Wegebau nahe des Gesundbrunnens fortgeführt werden. Hier sollen Zufahrtswege für die schweren Laster, die alljährlich das Holz herausholen, angelegt werden. Geplant ist eine zwei Kilometer lange Verbindung zwischen Reinharzer Weg und ehemaliger Nerzfarm. Ziel der Wegebefestigung ist, dass verschiedene Hauptmagistralen im Wald in Ordnung gebracht werden und damit in Zukunft die schweren Maschinen bei notwendigen Arbeiten in das Waldgebiet kommen, ohne größere Schäden an den Wegen zu hinterlassen.

Rund 80 000 Euro werden im Kirchenforst in den Wegebau investiert. Der soll über 75 Prozent Förderung sowie 25 Prozent Eigenmitteln finanziert werden.

Von Steffen Brost

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