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Bad Düben Kühne-Gruppe beteiligt Mitarbeiter am Unternehmen
Region Bad Düben Kühne-Gruppe beteiligt Mitarbeiter am Unternehmen
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19:00 06.01.2010
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. Sie werden damit zu stillen Teilhabern. Mehr als 100000 Euro kamen schon zusammen.

Das Wort Finanzkrise würde der Bad Dübener Unternehmer Mike Kühne glattweg zum Unwort des Jahres 2009 erklären. Denn während verschiedene Firmen im vergangenen Jahr mächtig kurbeln mussten, weil Umsätze ausblieben, Gewinne nicht zustande kamen, sieht es beim Gewinner des LVZ-Wirtschaftspreises und Finalisten vom Großen Preis des Mittelstands ganz anders aus.  Kühne trotzte irgendwie der Krise; seine Unternehmen machten im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz in Höhe von 54 Millionen Euro – ein deutliches Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Wenn das ein Krisenjahr war, wünsche ich mir noch eins“, erklärte Kühne. Denn von einer gebeutelten Autobranche könne bei ihm keine Rede sein. Sicherlich habe auch die Abwrackprämie eine Rolle bei dem positiven Ergebnis gespielt, aber nicht die entscheidende, sagte er. „Die Abwrackprämie traf nur für unsere VW-Autohäuser zu“, erklärte der Unternehmer weiter. 360 Fahrzeuge wurden in seinen Häusern mit staatlichem Bonus verschrottet und demzufolge 360 Autos neu verkauft. Das war fast jeden Tag ein Pkw. In den Mercedes-Häusern lag die Zahl der abgewrackten Fahrzeuge dagegen bei null. Mercedes und Abwrackprämie – das passte nicht. „Mit 140 Prozent haben wir unseren Neuwagenanteil deutlich übererfüllt“, so der Firmenchef. „Wer kann da von Krise sprechen?“ Und weil bei Kühne niemand darüber spricht, weil es eben kein Thema ist, hält der Firmenchef auch künftig an Bewährtem fest, von denen in erster Linie die Mitarbeiter profitieren. Zum einen die mit Kindern. Denn Kühne zahlt nach wie vor die Tagesunterbringung seines Angestellten-Nachwuchses. Nutznießer sind derzeit 17 Familien. Aber auch die Angestellten ohne Kinder erhalten Motivationsgaben. So gibt es monatlich Tankgutscheine. „Bei den hohen Benzinpreisen freut sich jede Geldtasche über eine Entlastung“, erklärte der Firmenchef, zumal der Diesel in den vergangenen Tagen wieder mächtig angezogen hat.

Auf ganz neuem Terrain bewegt sich die Unternehmensgruppe seit Dezember: Kühne-Mitarbeiter können stille Gesellschafter in der Firma werden. Was normalerweise nur Brachenriesen vereinzelt einführen und bei Klein- und Mittelständlern eher gering ausgeprägt ist – deutschlandweit nutzen gerademal zwei Prozent der Unternehmen die sogenannte Mitarbeiterkapitalbeteiligung –, soll bei Kühne nachhaltigen Durchschlag finden. Immerhin 100000 Euro hat dieses Geschäftsmodell bislang eingebracht. Kühne will die Anteile mit zwischen 4,5 und

7 Prozent verzinsen. Die Starteinlage leistet das Unternehmen selbst. „Wir wollen damit die Mitarbeiteridentifikation zum Unternehmen erhöhen. Und natürlich rechnet sich das nicht nur für die Beschäftigten, sondern für die gesamte Firma. Jeder stiller Teilhaber achtet plötzlich automatisch, wie Geld gespart werden kann. Das ist gut fürs gesamte Unternehmen und am Ende für jeden einzelnen“, erzählte er.

Expansionspläne für 2010 stehen ebenfalls an: Die Kühne-Gruppe will in Leipzig ein Autohaus mit 20 Mitarbeitern übernehmen. Dabei werde es sich aber weder um ein Mercedes-, noch um ein VW-Haus handeln. Von einer kleinen Automarke ist die Rede. Details nannte der Firmenchef jedoch nicht, die Verhandlungen dauern an.

Nico Fliegner

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