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Künstler Norbert Hornig ist bei MaleLe dabei

Künstler Norbert Hornig ist bei MaleLe dabei

Bad Düben. Über einen meterlangen Feldweg gelangt man an einen Ort, wo jeden Tag Kunst gelebt wird und entsteht. Es ist jene abgeschiedene Siedlung mitten im dichten Kiefernwald bei Bad Düben, wo der bekannte Leipziger Maler Norbert Hornig mittlerweile seit über 20 Jahren lebt und arbeitet.

. Wo er sein Atelier hat, in dem er seine grenzenlose Fantasie auf die Leinwand bannt, wo er mit Farben Stillleben lebendig werden lässt und Figuren und Porträts eine Aura verschafft, die die Blicke des Betrachters fesseln. Und wo sich der 76-Jährige seit neuestem für die LVZ-Charity-Aktion MaleLe engagiert und dafür drei Aquarelle gestaltete, die typisch Hornig sind.

„Ich habe sofort zugesagt und mich bereit erklärt, mitzumachen. Das ist eine tolle Idee", erzählt der Künstler und legt seine drei MaleLe-Werke auf den Tisch. Farbenfroh sind sie. Aber das wäre zu einfach. Der Expressionist kommt durch. So, wie alle Farben überall und immerwährend durch- und vorkommen. Mit Aquarellfarbe, Kreide und Feder malte er zwei Frauen-Porträts und eine Landschaft mit violetten Wolken, die sich in einem Tümpel spiegeln, umgeben von Bäumen und Sträuchern in Grün, Orange und Blau.

Kunst ist freilich in erster Linie Fantasie. Hornig bedauert mitunter, dass man heutzutage nicht mehr wirklich die Chance hat, fantasievoll zu sein. Vieles bekäme man vorgesetzt, im Fernsehen und in bunten Blättern. Er wiederum ist zweifelsohne unbeirrt fantasievoll. Der gebürtige Schlesier, der von 1958 bis 1963 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studierte, ist ein Beobachter durch und durch. „Die Farben sind überall da. Man muss sie nur sehen und mit ihnen spielen", erzählt er und klappt eines seiner unzähligen Skizzenbücher auf, in dem zum Beispiel eine Figur zu sehen ist, die einzig aus einem grünen, ungewollten Farbklecks entstand.

Hornig ist ein Fabulierer auf der Leinwand. Aus wenig wird mehr und am Ende ganz viel. Zu einer Landschaft gesellt sich eine Figur dazu, vielleicht auch eine zweite. Kritiker meinen, er sei „der eindrucksmächtigste Maler des figürlichen Expressionismus in Leipzig". Er, der 1978 als Lehrer an die Hochschule für Kunst und Design nach Halle/Burg Giebichenstein berufen und dem 1984 die Professur verliehen wurde, spielt dabei mit den Farben wie kein anderer. Der Künstler liebt es, wenn sie kraftvoll daher kommen. Seinen eigentümlichen Stil hat sich der Gellert-Preisträger stets bewahrt. Und nun lässt er alle teilhaben – für einen guten Zweck.

Auch Sie können für einen guten Zweck malen. Informationen erhalten Sie im Internet unter www.malele.de

Nico Fliegner

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