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Bad Düben Kürzer parken auf Dübens Paradeplatz? Stimmen Sie mit ab!
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17:46 15.03.2019
Die Parkdauer auf dem Paradeplatz soll künftig auf 1,5 Stunden begrenzt werden. Quelle: Nico Fliegner
Bad Düben

In Bad Düben sollen einheitliche Parkzeiten eingeführt werden. Bauamtsleiter Thomas Brandt hatte zum Stadtrat von den angedachten Änderungen berichtet, die von den Abgeordneten unkommentiert registriert wurden. Lediglich die Frage nach ausgewiesenen Park-Möglichkeiten auf dem oberen Leipziger Parkplatz für Besucher des Naturparkhauses und der Tourist-Info war angerissen worden. Bei entsprechendem Bedarf wolle die Stadt reagieren, so Brandt.

Reaktionen reichen von Zustimmung bis Ablehnung

Emotionaler wird dies in den sozialen Medien kommentiert, vor allem, was die auf 1,5 Stunden gekürzte Parkdauer auf dem Paradeplatz betrifft. So schreibt ein Nutzer in der Bad-Düben-Gruppe auf Facebook: „Ich finde es gut.1,5 Stunden reichen eigentlich. Andere Städte liegen auch so mit ihren Parkzeiten. Es ist auch gut, dass der obere Burgparkplatz für die Dauerparker geöffnet wird. Für das Naturparkhaus sollte man aber gegenüber ein paar Parkplätze bauen.“ Eine weitere Nutzerin sagt: „Für einen Stadtbummel sind 1,5 Stunden sicher ausreichend, aber für einen Arzt- oder Café-Besuch ist diese Parkzeit zu kurz.“ Nutzerin Marion Wu schreibt auf Facebook Nordsachsen der LVZ: „Wenn mein Termin knapp drei Stunden dauert ... Wo stell ich das Auto hin?“

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Derzeit kann man sein Auto auf dem Paradeplatz in Bad Düben mit Parkscheibe drei Stunden abstellen. Das soll auf 1,5 Stunden begrenzt werden.

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Eine Rentnerin, die sich telefonisch in der Redaktion meldete, ihren Namen aber nicht veröffentlicht sehen will, würde es so belassen wie es jetzt ist. Sie sei oft mit dem Auto da: „Ich finde die Änderung traurig. Ich kann so gut verschiedene Wege erledigen, brauche nur meine Parkscheibe reinlegen.“ Der Kurstädter Hans-Joachim Böttcher findet den Gedanken, „die Parkzeiten zu vereinheitlichen, gut.“ Drei Stunden seien aber besser.

„Das ist eher Innenstadt-Förderung rückwärts“

Aus Sicht der Geschäftsfrau gibt Peggy Köditz von der Reiseagentur 2PS zu bedenken, dass 1,5 Stunden für Kunden, die eine ausführliche Beratung wollen, zu kurz seien. Zudem verbinden viele das mit einem Bummel, wollen weiter einkaufen. Steffi Noack von Blumen-Noack sieht es ähnlich: „Ich finde das nicht gut.“ Sie empfinde das eher als Innenstadt-Förderung rückwärts. Die Kunden hätten den einen oder anderen Weg mehr in der Stadt zu erledigen, bräuchten dafür mehr Zeit. Praktikabler sei aus ihrer Sicht, die zeitliche Begrenzung ganz abzuschaffen.

Kurdirektor begrüßt Änderung

Kurdirektor Ole Hartjen kann mit den angedachten Änderungen leben: „Aus meiner Sicht denke ich, dass eine Harmonisierung der Parkzeiten unserer verschiedenen Parkplatzangebote innerhalb des Stadtgebietes durchaus zu begrüßen ist.“ Als Touristiker und Geschäftsführer des Heide Spa Hotel & Resort wisse er, „dass unsere Übernachtungsgäste die Kurstadt verbunden mit einem Spaziergang durch den Kurpark sehr gern zu Fuß erkunden. Ich bin mir sicher, dass ich hier auch für die weiteren touristischen Einrichtungen spreche.“

„Düben ist durch Gratisparkplätze lebendige Stadt“

Was die Tagesbesucher betreffe, so könne man es nur begrüßen, dass der Leipziger Parkplatz oben und unten ohne Zeitbeschränkung zur Verfügung stehen soll, „so dass es Touristen möglich ist, in Ruhe die Stadt zu erkunden. Gleiches gilt für den Parkplatz an der Dommitzscher Straße.“ Weiterhin bleibe festzuhalten, „dass wir durch die zur Verfügung-Stellung von Gratisparkplätzen, was durchaus nicht selbstverständlich ist, bisher eine lebendige Stadt sind und auch zukünftig sein werden.“

Stadt hat sich bewusst für Ring-System entschieden

Je näher am Zentrum dran, desto kürzer die kostenfreie Parkzeit, je weiter vom Zentrum weg, desto mehr Parkzeit steht zur Verfügung – die Stadt habe sich bewusst für dieses Ring-System entschieden, sagt Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Immer wieder habe es Beschwerden gegeben, das System sei zu undurchsichtig. Ziel sei es zudem, mehr Parkplätze zu schaffen, auch ohne zeitliche Begrenzung. 40 am unteren Leipziger Parkplatz, wo Bus- zu Auto-Stellflächen werden, die Aufhebung der Begrenzung auf dem oberen Leipziger Parkplatz zählten ebenso dazu, wie die weiter unbegrenzt nutzbaren Areale in der Dommitzscher und Eilenburger Straße.

Münster: 30-Minuten-Regelung an bestimmten Straßen wird diskutiert

Mit einer 30-Minuten-Regelung entlang Altstädter Straße, Markt und Paradeplatz mehr Fluktuation zu erreichen, gerade für Kunden, die nur kurze Wege erledigen müssten, würde derzeit diskutiert. Entschieden sei aber nichts. Immer wieder festgestellt werde aber auch, so Münster, dass viele, die in der Innenstadt arbeiten, nicht die zeitlich unbegrenzten Stellflächen an der Peripherie, sondern die Parkplätze in der Innenstadt nutzen. Die aber seien für Kunden und Gäste gedacht. Es gehe nicht darum, mehr Strafen zu verhängen. Wer sich für eine Parksituation entscheidet, in der keine Parkgebühren verlangt werden, der möchte auch nicht über Strafgebühren viel Geld einnehmen.

Von Kathrin Kabelitz

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