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Bad Düben Kultur-Card, Frischemarkt, Marketing: Bad Düben wird ganz schön ke(c)k
Region Bad Düben Kultur-Card, Frischemarkt, Marketing: Bad Düben wird ganz schön ke(c)k
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09:51 04.09.2016
Attraktiv und informativ sollen die Dübener auf dem Weg zur bunten Kurstadt mitgenommen werden. Das Banner am Bad vermittelt einen ersten Eindruck. Quelle: Foto: Michael Seidel
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Bad Düben

Strategiegespräche, Entwicklungsbilanz, Kurortentwicklungskonzept (KEK) – der Begriffe schwirren viele umher, wenn es um die Vision 2030 in Bad Düben geht. Bis Ergebnisse da sind, wird es dauern. Der Denkprozess in den vier Werkstätten und der Steuerungsgruppe ist aber längst in Gang gesetzt – der KEK-Plan verspricht, dass Bad Düben ganz schön ke(c)k wird.

In den letzten Monaten wurden die Dübener zum Thema Wochenmarkt befragt. Die Märkte am Dienstag und vor allem am Freitag sollen mit regionalen Produkten gestärkt werden. Zudem gibt es die Überlegung, ab der Saison 2017 zwischen Mai und Oktober an jeweils einem Samstag pro Monat von 9 bis 13 Uhr einen regionalen Frischemarkt zu etablieren. „Der Wunsch nach mehr Frische ist da. Der Fokus soll auf Regional- und Bioprodukten liegen“, sagt Dübens Tourismus- und Markenmanager, Michael Seidel. In diesem Zusammenhang hoffen die Akteure auf Angebote der Kleingartenvereine und bauen auf eine Zusammenarbeit mit dem Naturpark-Netzwerk „Bestes aus der Dübener Heide“. Ergänzt um ein paar gastronomische Angebote könnte so ein weiterer interessanter Ort der Begegnung in der bunten Kurstadt entstehen.

Für Dübens Kultureinrichtungen wie Naturparkhaus, Landschaftsmuseum und Obermühle ist eine Kombi-Card angedacht. „Wir wollen die Besucher ganz bewusst auf den Weg von der Burg über das Naturparkhaus bis zur Obermühle leiten“, sagt Seidel. Entsprechend unterschiedlich sind auch die thematischen Schwerpunkte ausgerichtet, die vor allem für das Museum eine gewisse Neuausrichtung bedeuten, damit Natur – Schutz – Klima im Naturparkhaus, Handwerk in der Obermühle, Stadtgeschichte- und Regionalgeschichte sowie aktuelle Themen auf der Burg.

Die Verbindung zwischen Kurgebiet und City soll selbst eine Aufwertung erfahren. Bisher war am Paradeplatz Schluss, künftig wird die Trasse bis zum Marktbrunnen aber auch dem Heide Spa verlängert. Und: Der Weg soll etwas anders verlaufen als bisher. Eingebunden in diesen Prozess war dabei Stadtführer Torsten Gaber, der Gäste künftig an stadt- und kurgeschichtlichen Highlights vorbeiführen wird. Von der Infotafel im Außenbereich des Heide Spa geht es zur Kurpromenade, dann weiter in Richtung Kurhaus-Garten. Eingebunden ist das Mediclin-Gelände mit der 100-jährigen Geschichte des Moorbades. Über Gustav-Adolf-Straße, Moorbad und Pesttor geht es in Richtung Pfarrhäuser, zum Artesischen Brunnen und mitten in die City. Ende September soll dem Stadtrat das Konzept vorgestellt werden. LED-Leuchten, die bei Dunkelheit die Orientierung erleichtern, Story-Telling-Elemente wie Tafeln oder Hörstationen, die Geschichtliches vermitteln – all das sind Ideen, deren Umsetzung diskutiert wird. Neue Sitzgelegenheiten soll es geben. Finanziert werden könnten sie über Bankpatenschaften, die von Firmen, Vereine und Institutionen übernommen werden. Zusagen für Mittel aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“von Bund und Land gibt es bereits.

Ein zentraler Busbahnhof ist im Gespräch. Als Standorte kommen der Paradeplatz oder der Stadteingang an der Mulde in Betracht. „Denkbar wäre es, ähnlich wie es die „Flotte Motte“ in Eilenburg gibt, hier einen Stadtverkehr einzurichten“, so Seidel. Keine großen Busse sondern eher kleinere Sprinter, die innerhalb der Stadt ihre Runden fahren. Die Aufwertung der Brachfläche am Dommitzscher Platz wäre mit der Realisierung von weiteren Parkplätzen möglich. „Zusammen mit dem neugestalteten Platz hätte wir dann in Summe ca. 200 kostenlose Parkplätze in der Innenstadt, was ein weiteres Alleinstellungsmerkmal in der Region Leipzig wäre.“ Ziel ist auch eine „Express-Buslinie“ bis zum Bahnhof Leipzig-Messe.

Das soll weiter entwickelt werden, die Überlegungen richten sich ganz an der bunten Kurstadt aus. Ziel ist, die Dübener auf dem Weg dahin „mitzunehmen“, ihnen zu vermitteln, worum es geht, was in welchem Zeitraum erreicht werden soll. Einen ersten Eindruck, wie das aussehen könnte, vermittelt das Banner am Heidebad.

Von Kathrin Kabelitz

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