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Bad Düben Kunst mit Kettensägen gibt es Ende Juli bei Bad Düben zu sehen
Region Bad Düben Kunst mit Kettensägen gibt es Ende Juli bei Bad Düben zu sehen
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10:21 18.07.2017
Udo Reiss, Bürgermeister von Tornau, und Axel Mitzka, Vorsitzender des Vereins Dübener Heide, mit der Skulptur eines kettensägenden Erdmännchens. Quelle: Ilka Fischer
Tornau

Das Holzskulpturenfest im Naturpark Dübener Heide wird erwachsen. Zum 18. Mal kreischen am 29. und 30. Juli in Tornau die Sägen. Die Gemeinde Tornau, der Verein Dübener Heide und der ortsansässige Künstler Wolfgang Köppe laden in diesem Jahr unter dem Motto: „Bäume bauen Brücken zwischen Menschen“ ein. 30 Künstler aus ganz Deutschland, aber auch aus Dänemark, Österreich, Polen, Litauen und der Schweiz zeigen auf der Festwiese im Hammerbachtal erneut, wie aus zwei bis drei Meter großen Baumstämmen imposante Holzfiguren entstehen. „Dabei“, so Tornaus Bürgermeister Udo Reiss, „werden vor allem Pappeln, aber auch einige Eichen bearbeitet.“ Axel Mitzka, Vorsitzender des Vereins Dübener Heide, verspricht: „Die Besucher können aber nicht nur den Künstlern über die Schulter schauen, sondern sich auch auf ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm freuen.“ Der Heidemarkt mit regionalen Spezialitäten des Netzwerkes „Bestes aus der Dübener Heide“ und der wohl größte Sommer-Biergarten in der Naturparkregion stellen sich jedenfalls auf 5000 bis 6000 Gäste ein.

Buntes Programm

Am Sonnabend, dem 19. Juli, tritt um 11 Uhr die Tanzgruppe Sonejka aus Weißrussland auf, die in diesen Tagen in Laußig zu Gast ist. 13 Uhr stellt sich das Köhlerliesel vor, 14 Uhr folgt das Schlager-Duo Steffi & Co. Ab 18 Uhr übernimmt die Band Spätzünder, ehe gegen 22 Uhr ein Höhenfeuerwerk gen Naturparkhimmel steigt.

Der im vergangenen Jahr von Pfarrer Andreas Ohle gehaltene Freiluftgottesdienst sei sehr gut angekommen, weiß Tornaus Bürgermeister Reiss. Den Gottesdienst wird es daher auch in diesem Jahr geben. „Vielleicht“, so seine Hoffnung, „sind dann am Sonntag um 9 Uhr sogar noch ein paar mehr Gäste als im vorigen Jahr da.“ Danach dominieren die Sägen die Geräuschkulisse. Dennoch werden die ab 11 Uhr von der Blaskapelle Frischluftprojekt und ab 14 Uhr von Natalie Lament präsentierte Musik sicher ebenso ihre Zuhörer finden.

Gegen 16 Uhr erfolgt dann die Prämierung der Kunstwerke. Vergeben werden ein Zuschauerpreis, für den alle Besucher voten können, ein Künstlerpreis sowie der Köppe-Preis, den der Fest-Initiator und heute 91-jährige Künstler Wolfgang Köppe stiftet.

Skulpturen werden versteigert

Axel Mitzka verweist in diesem Zusammenhang auch schon mal auf die Auktion, bei der im September etliche der Holzskulpturen zugunsten von Naturpark-Projekten versteigert werden sollen. Doch die Kunstwerke dafür müssen jetzt erst einmal gesägt werden. Wer dabei sein will: Die Zwei-Tageskarte kostet fünf Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder, die Tageskarte vier beziehungsweise zwei Euro.

Von Ilka Fischer

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