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Bad Düben Kurioses rund um den Biber in der Dübener Heide entdeckt
Region Bad Düben Kurioses rund um den Biber in der Dübener Heide entdeckt
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16:00 01.01.2010
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. Am Gleinermühlenteich bei Bad Düben entdeckte er jüngst ein wahres Kuriosum. Da knabberte doch tatsächlich Meister Bockert, der Elbebiber, an einem Baumstamm, der zu seinem eigenem Schutz dort stand. Denn oben angebracht war das Schild mit der Eule – dem bundesweit gültigen Naturschutzsymbol, das es übrigens schon in DDR-Zeiten gab und einst von dem renommierten Naturschützer Kurt Kretzschmar aus Bad Freienwalde an der Oder kreiert wurde. „Das scheint dem Biber aber nicht weiter interessiert zu haben“, schmunzelt Wototschek.

Als er das Bild machte, musste es nur noch wenige Tage gedauert haben, bis der Pfahl durch war. „Das ist eben die Natur. Dem Biber wird der Stamm nicht in den Kram gepasst haben, also machte er ihn weg“, erklärt der Naturfreund weiter. Der Elbebiber steht unter Naturschutz. In und um Bad Düben sind vereinzelt Exemplare des Nagers zu finden – vornehmlich am Hammerbach, aber auch am Schleifbach sowie an weiteren Gewässern in der Dübener Heide.

Im 19. Jahrhundert war er europaweit ausgerottet. Beliebt war er als Fastenspeise, da er als Fisch ausgemacht wurde. Die Entwässerung der Landschaft und speziell der Ausbau der Flüsse und Bäche trugen zum Verschwinden des Bibers bei. Im Jahr 1919 wurden laut Naturschutzbund Sachsen-Anhalt an der mittleren Elbe noch ganze 200 Tiere gezählt. Heute leben in Deutschland und den Niederlanden wieder 6000 Biber. Der Elbebiber ist zudem das Wappentier des Naturparks Dübener Heide.

Naturpark Dübener Heide

Nico Fliegner

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