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Bad Düben Kurstadt will Fokus auf Tagesgäste und Kurzurlauber richten
Region Bad Düben Kurstadt will Fokus auf Tagesgäste und Kurzurlauber richten
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00:37 25.09.2015
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Wie weiter mit der Kurstadt? In diesen Tagen gab es einen ersten Workshop, an dem neben Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) Planungsbüros, Stadträte, Vertreter von Kureinrichtungen, Mediclin Reha-Zentrum, Naturpark und Gewerbeverein teilnahmen. Die Stimmung sei konstruktiv, teilweise auch nervenaufreibend und streitbar gewesen, sagte Münster. Anlass für die Diskussion ist das Verfahren zur Verteidigung des Titels Moorheilbad, die 2016 ansteht. Bis Ende November müssen die Unterlagen eingereicht werden. "Um den Status zu erreichen, brauchen wir ein Entwicklungskonzept und eine Perspektive. Wir haben die Prädikatisierungs-Aufforderung dazu genutzt, strategisch zu denken", sagt Münster. "Ein Anfang ist gemacht. Es bedarf weiterer Treffen, damit wir ein stimmiges Konzept als Vision in den Stadtrat tragen können."

Wo also will die Stadt Bad Düben in den nächsten Jahren hin? Klar definiert werden soll die Zielgruppe. Erste Ansatzpunkte zeichnen sich ab. "Wir wollen Gesundheits- und Präventionsangebote für unsere eigene Bevölkerung mehr ausbauen, was die Selbstzahler anbelangt, wir wollen die Tagesgäste nicht vernachlässigen, aber insbesondere zusätzliche Angebote für die Kurzurlauber schaffen. Wir müssen auf die Urlauber setzen, die hier drei, vier Tage oder zum verlängerten Wochenende bleiben", so Münster. Geklärt werden müsse als nächstes: Geht es um die Gruppe mit Alter 40 plus und ohne Kinder oder 40 plus Mehrgeneration mit Kindern. Zudem sei zu klären, mit welchen Marketing- und Angebots- Instrumenten dies umgesetzt werden soll.

Auch wenn die Ideen-Suche und das Ausloten der Chancen zur Umsetzung hinsichtlich baulicher und infrastruktureller Voraussetzungen läuft, benennt Astrid Münster erste Schwerpunkte. Beispiel Kurstadtweg. "Der funktioniert nicht. Die Gäste laufen die Bitterfelder Straße lang", sagt die Bürgermeisterin. Warum? Liegt es an der Beschilderung oder am Zustand? In der dunkleren Jahreszeit lade der Weg eher weniger ein. Licht-signalstreifen könnten die Orientierung erleichtern, die Attraktivität erhöhen. "Weil die Gäste vom Heide Spa nicht den Kurstadtweg, sondern die Bitterfelder Straße nutzen, landen sie am Markt oder Naturparkhaus, nicht aber am Paradeplatz." Das wiederum sei ein Problem für die dort ansässigen Gastronomen und Gewerbetreibenden.

Der Kurpark erstrahlt zwar am Sonnabend im Lichter-Schein Tausender Kerzen - Glanzpunkte setzt er aber kaum. "In den vergangenen zehn Jahren ist nicht viel passiert", so Münster. Auch der Rundweg am Obermühlenteich ist ein Projekt. Nicht nur der Weg von der Ober- zur Bockwindmühle, sondern eine dauerhafte Verbindung zum Schleifbach und über eine Brücke zurück zur Obermühle könne kurzfristig forciert werden.

Positiv beeinflussen könne all das die neue Förderrichtlinie GR-Infra, die eine Förderung für Tourismus und Kur bis zu 90 Prozent vorsehe: "Das macht es uns leichter." © Kommentar, Seite 29

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.09.2015

Kathrin Kabelitz

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