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Kurstadtweg und Parkplätze: Bad Düben will das Zentrum aufwerten

Fördermittel bewilligt Kurstadtweg und Parkplätze: Bad Düben will das Zentrum aufwerten

Post mit solchem Inhalt öffnet Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) gern. Im Rathaus ist dieser Tage der Fördermittelbescheid für Gelder aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ von Bund und Land eingetroffen. Eine Million Euro wurden bewilligt.

Der Kur-Stadt-Weg im Bereich Pfarrhäuser in Bad Düben. Die 630 Meter lange Verbindung zwischen Heide Spa und Innenstadt soll gestalterisch aufgewertet werden.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Post mit solchem Inhalt öffnet Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) gern. Im Rathaus ist der Fördermittelbescheid für Gelder aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“von Bund und Land eingetroffen. Eine Million Euro wurden bewilligt, die Aussicht auf Aufstockung der Mittel besteht aber. Für 2016, 2017 und 2018 sind die ersten Beträge, die beantragt werden, schon festgezurrt: 166 000, 140 000 und 150 000 Euro. Im Februar hat der Bad Dübener Stadtrat die Vorarbeit geleistet – im März wurde das von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklung mbH erarbeitete Städtebauliche Entwicklungskonzept „Lebendige Kernstadt“ auf den Weg gebracht. Es diente dazu, Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ bei der SAB zu beantragen. Bei Investitionen in Höhe von vier Millionen Euro, in die sich Bund, Land und Stadt teilen, kann die Kurstadt bei dem bis 2024 laufenden Programm mit einem Zuschuss in Höhe von drei Millionen Euro rechnen.

Aufwertung des Kurstadtweges

Mit der Zusage für zunächst eine Million Euro hat Bad Düben den Zugang zum Förderprogramm geschafft, was Bürgermeisterin Astrid Münster auch als wichtigen Schritt wertet. Die erste Maßnahme soll – zumindest planerisch – noch 2016 starten. 166 000 Euro sind unter anderem dafür vorgesehen, den Kur-Stadt-Weg aufzuwerten. Dieser führt vom Heide Spa durch den Kurpark, vorbei am Waldkrankenhaus bis ins Zentrum zwischen Markt und Paradeplatz. „Für den Gast ist es aber nicht ersichtlich, wie er vom Bad aus in die Innenstadt gelangt. Er nutzt deshalb ausschließlich die Bitterfelder Straße. Und das ist nicht gewollt“, so Münster. Fußgängerfreundlich, attraktiver gestaltet und besser ausgewiesen – das sind ein paar der Aspekte, die Berücksichtigung finden.

Vorschläge gefragt

Was wie angegangen und umgesetzt wird, steht noch nicht fest. „Das liegt auch nicht in der Hand von Verwaltung oder Bauamt“, sieht Münster diese Aufgaben auf breitere Schultern verteilt. Steuerungsgruppe und Marketing-Werkstatt, die im Zusammenhang mit dem Kurortentwicklungskonzept gebildet wurden, sollen Vorschläge erarbeiten. Dabei geht es nicht nur um zündende Ideen, sondern auch deren Umsetzbarkeit mit Blick auf Pflege, Vandalismus-Anfälligkeit und Folgekosten. LED-Leuchten, die bei Dunkelheit die Orientierung erleichtern, Story-Telling-Elemente wie Tafeln oder Hörstationen, die Geschichtliches vermitteln – all das sind Ideen. Ein Konzept soll Ende September im Stadtrat vorgestellt werden.

Burgturm im Fokus

Mit der Mittel-Zusage steht auch die Klärung eines weiteren Problems an – das der dringend notwendigen Sanierung des Burgturms. Das Bauwerk ist seit Ende 2015 gesperrt, musste notgesichert werden, weil Fachwerk auszubrechen drohte. Eine unangenehme Nachwirkung der vor Jahren nicht fachgerecht erfolgten Sanierung. Planer und Statiker haben das Projekt weitgehend fertig, das eine bauliche Sicherung des Denkmals vorsieht.

Marktplatz, Lutherhaus und Kirche

Realisiert werden sollen in den nächsten drei Jahren zudem die Barrierefreiheit des Marktplatzes, des Lutherhauses und der Katholischen Kirche. Der Zugang zum Gotteshaus in der Ritterstraße ist nur über eine zweistufige Treppe möglich. Rollstuhlfahrern, gehbehinderten Menschen und Eltern mit Kinderwagen wird der Eintritt erschwert. Ähnlich schwierig ist die Situation am Rathaus. Zwischen beiden versetzten Gebäude-Teilen gibt es zudem Treppen. Alle oberen Geschosse sind nur für die zu erreichen, die mobil sind. Um das Problem zu lösen, müssen die Planer schon tüfteln, so Münster. Auf dem Marktplatz sind feste Fugen und größere Gehwegplatten angedacht, die Rollis und Kinderwagen die Querung erleichtern.

Von Kathrin Kabelitz

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