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Bad Düben Landkreis Nordsachsen bekommt 29 Millionen Euro für den Wiederaufbau
Region Bad Düben Landkreis Nordsachsen bekommt 29 Millionen Euro für den Wiederaufbau
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15:55 19.05.2015
Prominenter Gast im Aufbaustab des Landkreises: Sachsens Umwelt-Staatssekretär Fritz Jaeckel nahm gestern an der Beratung teil. Quelle: Nico Fliegner

Er war am Donnerstag in Delitzsch, als 270 von 303 Wiederaufbau-Projekten für hiesige Gemeinden bestätigt wurden. Das Geld wird verwendet, um die Schäden an der kommunalen Infrastruktur zu reparieren. Bis zum 20. September sollen die Bürgermeister die Bescheide erhalten.

Von Nico Fliegner

Landratsamt Delitzsch, oberste Etage: 17 dicke Aktenordner stehen akkurat aneinandergereiht im Konferenzsaal. Sie beinhalten die gemeldeten Schäden der vom Juni-Hochwasser betroffenen Gemeinden. Das sind jene an Straßen, Brücken, Schulen, Kindereinrichtungen und anderen öffentlichen Bauten, die durch das Hochwasser Anfang Juni beschädigt oder zerstört worden waren. Mitarbeiter des Kreis-Aufbaustabes sitzen angestrengt vor Computerbildschirmen, rufen Bilder und Tabellen auf.

Kurz vor 9 Uhr fährt dann eine Limousine vor: Fritz Jaeckel, Umwelt-Staatssekretär und Chef des sächsischen Aufbaustabes, trifft auf Uta Schladitz, die den Aufbaustab Nordsachsen leitet. Zunächst ein Gespräch hinter verschlossenen Türen mit Landrat Michael Czupalla (CDU). Dann, kurz nach 9 Uhr, beginnt eine wahre Marathonsitzung. Die 303 Maßnahmen werden durchgesprochen, Unklarheiten beseitigt, gegebenenfalls Korrekturen vorgenommen. Nichts soll dem Zufall überlassen werden.

Frohe Kunde dann am späten Nachmittag: Für 270 Projekte und 29 Millionen Euro - 35,5 Millionen Euro Bedarf war ursprünglich aus Nordsachsen gemeldet worden - gibt es definitiv grünes Licht. "Das ist gut, ein hervorragender Durchschnitt", konstatiert Fritz Jaeckel. "Das ganze ist sehr qualifiziert vorbereitet worden und hat heute sehr gut funktioniert", lobt er und dankt den Gemeinden und dem Landkreis für die geleistete Vorarbeit.

Die Kommunen bekommen den Wiederaufbau zu 100 Prozent gefördert, wenn sie gegen Elementarschäden versichert waren. Ansonsten liegt der Fördersatz bei 90 Prozent. Instandgesetzt und repariert werden kann allerdings schon seit einiger Zeit aufgrund vereinfachter Verfahren.

Das Thema Regulierung von Schäden im privaten Bereich spielt dagegen gestern keine Rolle, da dafür die Sächsische Aufbaubank (SAB) zuständig ist. "Wir werden dafür sorgen, dass die entsprechenden Mittel vorhanden sind und es dann demnächst auch zur Auszahlung kommt", so Jaeckel weiter. Der SAB lägen derzeit etwa 500 Anträge von Privatpersonen vor.

Problembereiche in Nordsachsen wie der Deichbau in Kossen, wo der Seeadler dazwischen funkt, und der Hochwasserschutz in Gruna und Glaucha (siehe Beitrag unten) sind gestern am Rande gestreift worden. "Glaucha bedarf einer vertieften Betrachtung", so der Staatssekretär auf LVZ-Nachfrage. Er habe sich dazu einen Aktenvermerk gemacht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..

Nico Fliegner

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