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Bad Düben Landschaftbaufirma Noack übernimmt den Winterdienst in Bad Düben
Region Bad Düben Landschaftbaufirma Noack übernimmt den Winterdienst in Bad Düben
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16:45 22.12.2016
Daniela Noack schaut regelmäßig auf die Wetterseiten im Internet. Quelle: Ilka Fischer
Bad Düben

Bei Frau Holle scheint derzeit Pechmarie Dienst zu schieben. Doch falls die Schneeflocken doch noch mal richtig vom Himmel tanzen, will auch Bad Düben gewappnet sein. Während der Glauchaer Landwirt Dieter Schreiber wie bisher in Wellaune, Schnaditz und Tiefensee den Schnee kehrt, hatte der Stadtrat im Sommer den Winterdienst in der Stadt neu an die Firma Garten- und Landschaftsbau Daniela Noack vergeben. Die LVZ schneite in dem im Waldhofweg der Kurstadt ansässigen Unternehmen jetzt mal rein, um herauszufinden, wie sich die Geschäftsführerin Daniela Noack mit den insgesamt 16 Mitarbeitern auf die neue Aufgabe vorbereitet hat.

Winterdienst fällt in aufragsärmere Zeit

„So ganz neu ist der Winterdienst für uns gar nicht“, erklärt die zweifache Mutter gleich zu Beginn. „Wir haben ja auch schon bisher für die Wohnungsgenossenschaft, die Wohnungsbaugesellschaft, aber auch für Diakonie, Awo und etliche Privatpersonen den Winterdienst übernommen.“ Bei der Ausschreibung der Stadt hätten sie sich dann beworben, da das Schieben und Streuen schließlich in die eher auftragsarme Zeit der Firma falle. Es sei eine Möglichkeit, die Fachkräfte zu halten. „Das ist uns wichtig, auch weil wir ein richtig gutes Team sind“, lobt die Geschäftsführerin, die den Familienbetrieb 2007 von ihrem Opa Günther Noack übernahm.

Der Dienst beginnt immer am Abend zuvor

Der Dienst von Daniela Noack beginnt immer am Abend. „Der Wetterbericht wird genau verfolgt.“ Doch nur darauf verlassen wolle sie sich nicht. Jede Nacht würden daher sie oder auch ihr Vater Michael Noack rausgehen, um zu prüfen, ob losgefahren werden muss. Zwölf Leute seien nach einem Anruf sofort startklar, nun auch auf den 40 Kilometer Straßen der Stadt zu schieben und zu streuen. Dank eines extra neu angeschafften Unimog-Räumfahrzeuges sowie eines Radladers mit Räumschild und Streuer würde man bis spätestens 6 Uhr einmal durch sein, wobei die 15 Kilometer, die als sogenannte A-Straßen klassifiziert sind, Vorrang genießen. Rund 1,5 Tonnen Splitt würden für einen kompletten Durchgang benötigt. Beim Salz hält man sich so weit es geht zurück. „Doch da wir dem Trockensalz eine Lauge zuspritzen, erhöht sich der Wirkungsgrad. Wir brauchen damit weniger.“ Insbesondere bei überfrierender Nässe sei Salz das erste Mittel der Wahl. Um im Falle eines harten Winters Lieferengpässe auszuschließen, hat das Unternehmen in einer Lagerhalle am alten Gymnasium 60 Tonnen eingelagert. Vom Splitt liegen 50 Tonnen bereit. „Doch hier klappt die Nachlieferung erfahrungsgemäß ganz unkompliziert“, so die diplomierte Landespflegerin.

Inzwischen hat sich alles eingespielt

Bisher war die Winterdienstflotte der Firma Noack, die die der Straßenmeisterei auf den Bundesstraßen ergänzt, erst wenige Male gefragt. „Spätestens nach den ersten ein, zwei Einsätzen hat sich alles eingespielt“, ist die junge Frau überzeugt. Bad Düben wird jedenfalls auch dann nicht im Schneechaos versinken, wenn Goldmarie zurückkehren sollte.

In den vergangenen beiden Wintern wartete man darauf vergebens. Für die Stadt wirkt sich das auf die Kosten aus. Sie musste jedenfalls nur durchschnittlich moderate 20 000 Euro löhnen. „Für die nächste Saison“, so informierte die zuständige Sachbearbeiterin im Rathaus, Astrid Seydewitz, „haben wir daher 20 bis 40 000 Euro eingeplant.“ Sie fungiere übrigens auch weiterhin für die Bürger in Sachen Winterdienst als Ansprechpartnerin und ist über die Rathaus-Zentrale 034243 7220 beziehungsweise direkt unter 034243 72273 erreichbar.

Von Ilka Fischer

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