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Landschaftstheater in Bad Düben sagt Tschüss - und auch finanziell hat es sich gelohnt

Landschaftstheater in Bad Düben sagt Tschüss - und auch finanziell hat es sich gelohnt

Am Ende lagen sich alle Schauspieler und Macher vor und hinter den Kulissen nur noch in den Armen. Viele hatten eine oder mehrere Tränen in ihren Augen. Es war das große Finale des Landschaftstheaters 2015 in Bad Düben.

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Tschüss und vielleicht gibt es ja in drei oder vier Jahren ein Wiedersehen: Über 100 Hobby- und Profischauspieler, Sänger, Musiker, Turnerinnen und Helfer wirkten vor und hinter den Kulissen beim Landschaftstheater 2015 in Bad Düben mit.

Quelle: Steffen Brost

Sechs Mal hatten die über 100 Akteure in den vergangenen fast drei Wochen das Stück vor stets ausverkauftem Haus gespielt. Vor mehr als 2000 Zuschauern. So war auch im Bereich Finanzen beim Finale eitel Sonnenschein. "Am Ende wird eine schwarze Null stehen. Wir haben unser Ziel erreicht. Bei den Zuschauern haben wir das Eintrittsgeld eingenommen, was wir im Finanzplan geplant hatten. Im Nachhinein wollen einige begeisterte Zuschauer noch die eine oder andere Spende an uns loswerden. Vielleicht bleibt sogar noch ein bisschen übrig. Das wäre eventuell schon ein kleiner Sockel fürs nächste Stück. Mal abwarten", sagte Schatzmeister Stefan Lange.

Auch am Sonnabend bei der sechsten und vorerst letzten Vorstellung war die "Desert-Bar" in Casern City bis zum letzten Platz gefüllt. Einige mussten sogar im Stehen zuschauen. "Ich hätte nicht gedacht, dass wir das so gut hinkriegen wie vor drei Jahren. Ehrlich gesagt hatte ich ganz schönen Schiss, weil wir alle dachten, 'Die große Suche' sei nicht zu toppen. Aber wir alle wurden eines Besseren belehrt", freute sich Autorin Henriette Lippold nach dem Ende. Zweieinhalb Jahre hatte sie mit ihrem Team an dem Stück gearbeitet, Workshops organisiert, Anträge geschrieben, Gelder besorgt und ein Spielgelände ausgespäht. "Auf der einen Seite ist man froh, dass alles super lief und jetzt vorbei ist, und auf der anderen Seite ist die Wehmut, dass es vorbei ist", ist Lippold hin- und hergerissen. Für die Bad Dübener Autorin geht es jetzt nahtlos weiter. Obwohl für die Soko-Leipzig-Producerin bis Februar noch Pause ist, hat sie bis dahin ein neues Projekt an Land gezogen. "Ich mach derzeit ein Projekt in Prag. Dort drehen wir einen Film zur Charité. Der spielt im Jahre 1888", erzählt Lippold. Das es ein neues Landschaftstheater in Bad Düben gibt, schließt Henriette Lippold nicht aus. "Wenn die Lebensumstände passen, dann ist irgendwann alles möglich."

Auch Regisseur Stefan Kaminsky erlebte zwei intensive Jahre. "Ich bin froh, aufgekratzt und vorfreudig. Ich bin der Region, den Bad Dübenern unendlich dankbar. Es war mein bisher größtes Projekt, das ich mit so vielen Akteuren abgeliefert habe. Jetzt zieht aber wieder etwas Normalität ein." Auch Kaminsky will nicht ganz ausschießen, irgendwann wieder in Bad Düben dabei zu sein. Jetzt zieht es den Leipziger aber erst einmal nach Salzburg. Dort unterrichtet er ab dieser Woche wieder junge Schauspielstudenten. Einige der Hobbyschauspieler bleiben jedoch weiter aktiv. Sie stehen beim Eilenburger Laientheater auf der Bühne. So auch Nadine Fritzsche. Sie ist seit einiger Zeit die Vorsitzende des Laientheaters. "Wir sind mitten in den Proben für die Schneekönigin zu Weihnachten. Ab 6. Dezember läuft das Stück", kündigte Fritzsche an.

Nach dem Finale gab es noch die traditionelle Sause mit allen Teilnehmern. Es wurde gesungen, getanzt und mit Fotos auf eine tolle Zeit zurückgeblickt. Und die kann durchaus in drei, vier Jahren gerne in Bad Düben wiederholt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.09.2015

Steffen Brost

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