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Bad Düben Launiger Abend: Mediclin Bad Düben lud zum Neujahrsempfang nach Hohenprießnitz
Region Bad Düben Launiger Abend: Mediclin Bad Düben lud zum Neujahrsempfang nach Hohenprießnitz
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10:27 28.01.2018
Ein Feuerwerk ist der krönende Abschluss des Empfangs. Quelle: Heike Nyari
Hohenprießnitz

Mit einem Empfang auf Schloss Hohenprießnitz haben Waldkrankenhaus und Reha-Zentrum Bad Düben das neue Jahr begrüßt. Rund 70 Gäste vorwiegend aus dem Gesundheitswesen nahmen am Donnerstagabend teil. Und die hatten einiges zu erzählen.

Gute Nachrichten gab es gleich zu Beginn: „Uns ist die Entwicklung von Waldkrankenhaus und Reha-Zentrum sehr wichtig. Wir begleiten das mit Wohlwollen“, sagte Volker Hippler, Vorsitzender des Vorstands der Mediclin AG, der oberste Konzern-Chef. Tatsächlich hat Mediclin (betreibt bundesweit 51 Einrichtungen, 9600 Mitarbeiter) in den vergangenen Jahren Millionen in den Standort Bad Düben (400 Beschäftigte, 98 Prozent Bettenauslastung) investiert: neue Radiologie, neue Großgeräte, mehr Betten und aktuell der Neubau des Medizinischen Versorgungszentrums. Bad Düben gelte inzwischen als „Blaupause“ für andere Klinik-Standorte. Na wenn das kein Kompliment ist ...

Mit Komplimenten sparte auch der kaufmännische Direktor der zwei Dübener Kliniken nicht. Jan Müller (48) lobte die versammelte Ärzteschaft, aber auch Pflegedienstleiter Steve Glaubauf (36) im Besonderen. Denn der junge Mann ist ziemlich engagiert, wenn es darum geht, Pflegekräfte für die Kliniken zu gewinnen. Das ist keine einfache Aufgabe, der Markt ist leer gefegt. Ihm gelingt es aber, Personal aus dem Ausland zu gewinnen, aktuell einen Rumänen und ein Paar aus Albanien. „Wir müssen offen sein für diese Art der Integration. Das sind richtig gut ausgebildete Mitarbeiter“, so Müller.

Mit einem Empfang auf Schloss Hohenprießnitz haben Waldkrankenhaus und Reha-Zentrum Bad Düben das neue Jahr begrüßt.

Kritische Töne schlug indes die ärztliche Direktorin Jacqueline Repmann (52) an. Beim AOK-Krankenhausnavigator, der die Qualität von Kliniken bewertet, werden die Dübener Einrichtungen mit nur einem statt drei Punkten als Bestnote bewertet. Die öffentliche Darstellung sei ihr zu undifferenziert, der Patient werde dadurch nicht umfassend informiert und kenne die Hintergründe nicht. So bekäme er ein verzerrtes Bild von einer Einrichtung. „Das sind Dinge, die müssen wir diskutieren.“ Gesundheits-Tipps hatte sie auch noch parat. Oberstes Gebot: viel Wasser trinken. Und wie hält sich die Ärztin selber fit? Einmal die Woche geht’s ins Fitness-Studio.

Sportlich will auch Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (44) unterwegs sein: Sie schwimmt gern und macht Yoga, verriet sie. Da kann auch Zschepplins Bürgermeisterin Roswitha Berkes (67) mithalten. Sie ist Mitglied einer Sportgruppe in Naundorf und schwört auf Rückenübungen. Nur beim Essen „siegt immer der innere Schweinehund“, gab sie zu.

Richtig sportlich zeigten sich Natalie von Agater und Benjamin Becker auf dem Empfang. Kunststück: Die beiden sind Profitänzer und legten eine flotte Sohle aufs Schloss-Parkett. Demnächst steht die Sachsenmeisterschaft an. Wir drücken die Daumen!

Als echter „Gartensachverständiger“ zeigte sich Stefan Rudloff, Chefarzt der Fachklinik für Orthopädie. Er referierte über das – Achtung, O-Ton – „schöngeistige Thema“ Gärten an der Mulde. Und sein Fazit lautete: „Höchstwahrscheinlich“ sei der Hohenprießnitzer Schlossgarten von einem gewissen Herrn Schoch gestaltet worden, der auch für die Gestaltung der Wörlitzer Gärten verantwortlich war. Das war vielen bestimmt so unbekannt wie dies: Der Chefarzt hat einen grünen Daumen! Er bewirtschaftet einen halben Hektar großen Garten in Gräfenhainichen, wo er lebt.

Von Nico Fliegner

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