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Bad Düben Laußig drückt bei DSL auf die Tube
Region Bad Düben Laußig drückt bei DSL auf die Tube
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17:00 05.02.2010

DSL gibt es nirgends aus der herkömmlichen Telefondose, eher schon über Satellit und verbunden mit hohen Kosten.

Nachdem mittlerweile Jahre ins Land gegangen sind, in denen in Sachen DSL in Laußig nichts zustande kam, drückt die Kommune nunmehr auf die Tube, nahm eine fünfstellige Summe in die Hand und beauftragte das Bornaer Unternehmen Breitbandberatung Sachsen, um die Landkommune internetfit zu machen. Es wird in den nächsten Monaten ein Konzept erstellen, was in Laußig wie machbar ist und sich danach als unabhängiger Berater Firmen suchen, die ein entsprechendes Netz bauen.

Auf der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr am Donnerstagabend in Authausen erläuterte Gerhard Eidam vom der Beraterfirma das Prozedere, bei dem es vor allem auf die Mitarbeit eines jeden einzelnen Haushalts im Gemeindegebiet ankomme. Denn Eidam hat einen Fragebogen entworfen, mit dem zunächst der Bedarf ermittelt werden soll. Elf Fragen sind im einfachen und wenig zeitaufwendigen Ankreuzverfahren zu beantworten. Zum Beispiel, ob es schon einen Internetzugang gebe, was das für einer sei, welche Geschwindigkeit er habe oder wie viele Personen im Haushalt lebten.

Ziel sei es, dass mindestens 40 Prozent der Gemeindebevölkerung den Bogen ausfüllt, erklärte Eidam weiter. Er benötige ein „eindeutiges Bürgervotum“. Nur dann habe er gute Karten, einen geeigneten Netzanbieter zu finden. „Die Chance ist jetzt da. Auch, weil es zurzeit günstige Fördermöglichkeiten gibt“, sagte Eidam. Zwar sei zunächst geplant, ohne Fördermittel zu bauen, das würde den kommunalen Haushalt entlasten. Doch gehe es nicht so, stehen der Kommune 90 Prozent Förderung bereit. Laußig würde dann – trotz klammer Kassen – die restlichen zehn Prozent stemmen, irgendwie. Denn die Breitbandtechnik DSL müsse so schnell wie möglich kommen, um Laußigs Infrastruktur attraktiv zu halten, sagte Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos). „Wenn Leute bei uns bauen wollen oder eine Firma kommt, ist eine der ersten Fragen, wie es hier mit DSL aussieht. Das ist die Zukunft. Der können wir uns nicht verschließen“, sagte Schneider. Zumal ein Großteil der Bevölkerung selbst und vor allem einheimische Firmen seit Jahren die Breitbandtechnik fordern.

Laut Schneider müssen auch niemand fürchten, mit dem Ausfüllen des Fragebogens „irgendwelche vertraglichen Bindungen“ einzugehen. Die persönlichen Daten würden nicht veröffentlicht, sondern dienten „reinen Erhebungszwecken“, so Eidam. Noch in diesem Jahr könnte Laußig mit DSL versorgt werden.

Letztmalig haben die Gemeindebewohner am Dienstag die Möglichkeit, sich über DSL in Laußig zu informieren. Um 19 Uhr findet dazu eine Veranstaltung des Beraterunternehmens im Bürgerhaus in Kossa statt.

Gemeinde Laußig

Nico Fliegner

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