Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben Laußig holt Angebote für DSL ein
Region Bad Düben Laußig holt Angebote für DSL ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:30 17.07.2015
Anzeige

Doch die Studie mit all ihren Zahlen war notwendig geworden, um nach Anbietern suchen zu können. Denn mit dem DSL-Ausbau soll noch in diesem Jahr begonnen werden.

Dieses ehrgeizige Ziel hat sich zumindest Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) gesetzt und macht Druck. "Uns liegt jetzt die Studie vor und aufgrund dieser können wir gezielt Angebote abfragen", erklärte das Gemeindeoberhaupt. Die Mehrzahl der Bürger und Unternehmen, die von der Eidam Breitbandberatung Sachsen befragt wurden, kritisierten das langsame Internet im Gemeindegebiet, werden Geschäftspost und Datenübertragungen schließlich heutzutage größtenteils via elektronischer Post abgewickelt. Wer da nicht mitmischen kann, hat ziemlich schlechte Karten, mitunter gar einen Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz. Nicht mal per UMTS und dazugehörigem Stick seien Geschwindigkeiten in DSL-Qualität möglich. Die Gemeinde Laußig - ein weißer Fleck auf der Landkarte.

Laut Schneider stehen bereits zwölf Anbieter parat und würden gern die Haushalte und Firmen mit der Breitbandtechnik versorgen. Die werden nun von der Gemeinde aufgefordert, "konkrete Angebote", so der Bürgermeister, abzugeben. Zeithorizont dafür: die nächsten acht Wochen. Zur Auswahl stehen Kabel, Richtfunk oder UMTS. Schneider spricht von einer Technologieneutralität. Die Gemeinde will nicht vorschreiben, welche Technik zur Anwendung kommt. Die Angebote würden nach Eingang dementsprechend verglichen. Was allerdings praktisch wohl kaum umsetzbar sein wird, ist, dass im gesamten Gemeindegebiet nur eine Technik flächendeckend zur Anwendung kommt. "Der Gemeinderat wird am Ende ortsteilbezogen entscheiden müssen", sagte Schneider. So könnte beispielsweise das eine Dorf eine Kabelvariante bekommen, das andere "nur" Richtfunk oder umgekehrt.

Mehr als 600 Teilnehmer der im Frühjahr gestarteten Befragung hätten sich bereit erklärt, sofort eine neue Technik haben zu wollen. Sie tauchen in der Studie auf und gelten als sogenanntes Neukundenpotenzial. Eine Zahl, die vor allem für die Anbieter der Technik von Bedeutung ist. Je mehr neue Kunden auf dem Plan stehen, desto besser das Geschäft. Und je mehr Anbieter es am Ende gibt, desto günstiger dürften die Preise für die Nutzer ausfallen - ist jedenfalls anzunehmen.

Eine weitere Zahl taucht in der Erhebung auf, die zeigt, wie wichtig den Bürgern schnelles Internet ist. Die Mehrzahl der Befragten würde eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 100 Euro akzeptieren. Firmen würden sogar noch mehr hinlegen, wenn das schnelle Internet auch endlich schnell kommen würde. Zum Thema monatliche Nutzungsgebühr kam schließlich folgendes heraus: Knapp 32 Prozent der Bürger sind für eine Flatrate - also unbegrenzt langes Surfen im Internet - und wollen dafür bis zu 40 Euro im Monat zahlen. Bei den Firmen sind es sogar 45 Prozent der Befragten.

Nico Fliegner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In gemütlicher Caféhausatmosphäre begrüßte Ortsbürgermeister Enrico Schilling aus Tornau am Heidesonntag viele Gäste zur Ausstellungseröffnung. Die Wände zierten Bilder des Malers Horst Weber aus Schwemsal.

07.06.2010

Ein Wetter, wie es im Buche steht lockte viele Radfahrer am Sonntag Vormittag an den Parkplatz vor der Obermühle. 10.30 Uhr erklang der Startschuss für mehrere abwechslungsreiche Radtouren durch die Dübener Heide, die Muldeaue und die Goitzschelandschaft.

06.06.2010

Am Sonnabendfrüh begrüßten die Heidefreunde Joachim Brinkel und Hans Kohlmetz aus Bad Düben sowie Bürgermeister Lothar Schneider die Wanderer, die sich am Presseler Gustav-Kögel-Denkmal eingefunden hatten.

06.06.2010
Anzeige