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Bad Düben Laußig spart bei der Straßenbeleuchtung
Region Bad Düben Laußig spart bei der Straßenbeleuchtung
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08:27 23.11.2012
Verbrauchen weniger Strom - die Straßenlaternen in der Gemeinde Laußig, hier die entlang der S 11 in Laußig. Quelle: Nico Fliegner
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Von der Einführung sogenannter Anruflampen, wie sie vor geraumer Zeit im Gespräch waren, ist Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) derweil abgerückt.

Wenn man nachts auf den Dörfern der Gemeinde Laußig unterwegs ist, muss man nicht von ängstlicher Beklommenheit erfüllt sein. Die Straßen und Fußwege der Landgemeinde sind beleuchtet, sofern es in dem jeweiligen Viertel Lampen gibt, die dafür sorgen. In den meisten Fällen ist das so - und das soll auch so bleiben, wie Bürgermeister Schneider konstatiert.

Komplett die Lampen zu nächtlicher Stunde abschalten, wie andere Gemeinden das bereits machen, um Strom zu sparen, kommt dem Gemeindeoberhaupt nicht in den Sinn. „Wir müssen natürlich auch zusehen, wie wir in diesem Bereich Geld sparen können. Ich plädiere aber immer noch dafür, die Lichtpunkte zu reduzieren anstatt alles dunkel zu machen", sagt er. Doch da gebe es einiges zu beachten: „Das kann nur soweit möglich sein, dass wir keine versicherungstechnischen Probleme bekommen." Ein Fußgänger beispielsweise, der aus dem Lichtkegel einer Laterne austritt, dürfe nicht im Dunkeln umher laufen bis er den Lichtkegel der nächsten Straßenlaterne erreicht.

Abgerückt ist Schneider derweil von der Idee, das Straßenlampennetz so umzurüsten, dass es nachts aus ist und man per Anruf oder SMS die jeweilige Laterne bei Bedarf anschalten kann - sogenannte Anruflampen. Ein Unternehmen aus Stuttgart habe der Gemeinde eine entsprechende Offerte gemacht, doch die Anrufe seien für den Nutzer mit Kosten verbunden - letztlich also doch keine optimale Sache für die Einwohner.

Einen guten Partner in Sachen Energiesparen hat Schneider wiederum im Versorger enviaM gefunden. Der hat dieses Jahr alle 721 Straßenlampen im Gemeindegebiet erfasst und untersucht und der Gemeinde finanzielle Mittel in Höhe von 3000 Euro für den Austausch der alten Leuchtmittel gegen Energiesparlampen in den Dörfern Laußig, Gruna und Pristäblich zur Verfügung gestellt. „Damit setzen wir ein Ziel aus unserem Energie- und Klimaschutzkonzept um", sagt Schneider. Ein Ziel, das vor allem den kommunalen Haushalt entlasten soll. Gab die Gemeinde für ihre 721 Straßenlaternen bislang etwa 65.000 Euro jährlich aus, werden die nun um etwa 30 Prozent verringert. „Das ist Energiepolitik ganz praktisch und unkompliziert", so der Bürgermeister mit Blick auf andere Kommunen, in denen seit Jahren Energiepolitik weitgehend auf dem Papier stattfindet.

Nico Fliegner

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