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Bad Düben Laußig will eigenen Strom produzieren
Region Bad Düben Laußig will eigenen Strom produzieren
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06:32 27.06.2017
So wie auf diesem Wohnblock in Laußig könnte es bald auch auf weiteren Gemeindeobjekten aussehen. Quelle: Steffen Brost
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Laußig

Seit 2015 ist Lothar Schneider zusätzlich zu seinem Bürgermeisterjob in der Gemeinde Laußig als Energiemanager unterwegs. Gemeinsam mit dem Gemeinderat geht er dem Einsparpotenzial von Strom, Wasser und Wärme nach. „Anhand unseres 2009 erstellten Energie- und Klimaschutzkonzeptes haben wir seitdem laufend und in allen Ortsteilen versucht, Energie einzusparen“, sagt Schneider.

Zehn Objekte wie Feuerwehrgerätehäuser, Bürgerhäuser und Gemeindeamt wurden begutachtet und in Sachen Energieverbrauch optimiert. Dazu wurde die Raumtemperatur überprüft und als Folge die Heizungsanlage neu programmiert sowie Taktungen überarbeitet. Auch der Einkauf von günstigerem Heizöl sorgte für weniger Kosten.

Wesentlich zur Einsparung trug allerdings die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf Energiesparlampen bei. Dadurch konnten allein im Dorf Laußig bis zu 30 Prozent der Kosten eingespart werden. Vorbild in Sachen Einsparung ist jedoch der Ortsteil Authausen. Der Neubau der Straßenbeleuchtung sowie der Einsatz von sparsamen Leuchtdioden führte zu einer Kostenersparnis von 40 Prozent. Dadurch konnte eine Abschaltung in den Nachtstunden, wie es teilweise davor gehandhabt wurde, verhindert werden. Allerdings hat Schneider ein anderes Problem. Durch sinnlosen Vandalismus steigen die Reparaturkosten an den Lampen wieder und fressen das Einsparpotenzial auf.

Derzeit ist Laußig zudem in Gesprächen mit dem Unternehmen Mitnetz Strom. Es arbeitet an einer Machbarkeitsstudie zur wirtschaftlichen Errichtung von Fotovoltaikanlagen auf kommunalen Objekten mit dem Ziel der Eigenstromgewinnung. „Wir haben bereits durch Vermietung von einigen Dachflächen unserer Wohnblöcke gute Einnahmen. Das wollen wir für die Zukunft noch besser nutzen und planen weitere Objekte mit Fotovoltaikanlagen auszustatten“, so der Bürgermeister.

Von Steffen Brost

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