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Laußig zahlt hohe Strafen fürs Abwasser

Laußig zahlt hohe Strafen fürs Abwasser

Laußig. Die Gemeinde Laußig ist im Zugzwang. Sie muss bis Ende 2015 eine funktionierende Lösung für die Abwasserentsorgung für die Dörfer Laußig, Gruna und Pristäblich vorweisen, ansonsten drohen ihr empfindliche Strafen.

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Entspricht nicht mehr dem Stand der Technik: die Kläranlage in Laußig.

Quelle: Nico Fliegner

Hintergrund: Die Kläranlage in Laußig, wo die Abwässer aus den drei Ortschaften derzeit behandelt werden, ist verschlissen. Regelmäßig werden sogenannte Grenzwerte überschritten, was bereits das Kreisumweltamt auf den Plan zog. Stichproben fielen nicht sonderlich gut aus - und das kostet die Gemeinde jährlich viel Geld. Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) sagte dieser Tage vor Gemeinderäten, dass schon jetzt jährlich Strafzahlungen in Höhe von 30 000 Euro anfallen. 2010 musste die Kommune knapp 50 000 Euro Strafe zahlen, weil die Technik immer wieder aussetzte. "Wir produzieren wesentlich schlechteres Abwasser als erlaubt", so Schneider. Ein Zustand, der sich alsbald ändern müsse.

Verwaltung und Gemeinderat haben das Problem jetzt angepackt und erste Maßnahmen auf den Weg gebracht. Danach wird jetzt das renommierte und auf dem Abwassergebiet spezialisierte Unternehmen Weber-Dresden Planungsgesellschaft drei Varianten untersuchen, wie künftig das Abwasser aus den drei Dörfern behandelt werden soll. Variante eins sieht die Ertüchtigung der bestehenden Anlage vor. Sie müsste dann grundlegend saniert werden, um den heutigen und von der EU geforderten Stand der Technik wieder zu entsprechen. Variante zwei wäre der komplette Neubau einer Kläranlage im Dorf. Und zu guter letzt wird auch noch eine dritte Variante beleuchtet - die Überleitung des Abwassers an den Zweckverband Abwassergruppe Dübener Heide nach Bad Düben. Schneider betonte, dass es sich dann lediglich um "eine Andienung des Abwassers an den Verband" handeln würde. Laußig, Gruna und Pristäblich blieben eigenständige Abwassereinheiten. Das Planungsbüro soll jetzt herausfinden, welche der drei Varianten die optimale ist. Dabei würden auch die entstehenden Kosten ermittelt. Um die wiederum so genau wie möglich auf Papier zu haben, hat der Gemeinderat ein weiteres Unternehmen beauftragt, das in den nächsten Tagen verschiedene Messungen durchführen wird. "Am Ende geht es darum, die wirtschaftlichste Variante zu finden", so Schneider.

Die ganze Sache wird, egal welche Variante greift, kostspielig. Denn Fördermittel fließen kaum noch für Vorhaben im Abwasserbereich. Die Gemeinde hat das Problem in den vergangenen zehn Jahren schlichtweg verschlafen - da war Lothar Schneider allerdings noch kein Bürgermeister in Laußig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.11.2013
Nico Fliegner

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