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Bad Düben Laußiger Einheits-Eiche: Grundstück ist verkauft
Region Bad Düben Laußiger Einheits-Eiche: Grundstück ist verkauft
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18:06 11.02.2019
Die Einheitseiche soll erhalten bleiben, eine Hinweis-Tafel ist geplant. Quelle: Nico Fliegner
Laußig

Das Gelände Ecke Landstraße 33b/Gartenstraße in Laußig ist verkauft. Ein kleines Unternehmen aus dem Dorf beabsichtigt, auf dem Areal gegenüber dem Bäcker einen Laden mit Reparaturwerkstatt für Handys einzurichten. Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) hatte sich schon im Vorfeld Vorwürfen erwehren müssen, er habe die Verkaufsabsichten unzureichend kommuniziert.

CDU-Ortsgruppe hat gegen Pläne interveniert

Ein Anlass für die Diskussion war unter anderem die sogenannte Einheits-Eiche, die 1990 auf dem Areal gepflanzt wurde. Der Laußiger Bernhard Quaaßdorff und Mitstreiter der CDU-Ortsgruppe hatten gegen die Pläne interveniert, weil sie die Zukunft des Baumes gefährdet sahen.

Schneider: Mittelstand für Gemeinde enorm wichtig

Er habe im Zusammenhang mit der Berichterstattung zum Streit um die Einheitseiche Anfragen eines möglichen Investors gehabt, „der die Frage gestellt hat, wie wir mit Unternehmern umgehen, ob wir uns freuen und wie wir sie behandeln.“ Der Mittelstand, so betonte Schneider aber, sei für die Gemeinde enorm wichtig: „Wir brauchen eine gesunden Mittelstand, wir brauchen Arbeitsplätze.“

Für Gemeinderat Manfred Otto hat Vorgang ein „Geschmäckle“

Was die Debatte betrifft, sieht Gemeinderat Manfred Otto (CDU) den Bürgermeister in der Verantwortung. Gegen die Wirtschaft habe niemand etwas, auch nicht gegen die betreffende Person selbst. Er verstehe aber nicht, wie man ein Grundstück, ohne dass es ausgeschrieben werde, jemandem zugestehen könne. Für ihn habe das ein „Geschmäckle“. Seiner Meinung nach hätte das Thema im Vorfeld anders geklärt werden können, ohne, dass es in der Öffentlichkeit so hochkoche.

Kompromiss: Eiche bleibt erhalten und Tafel wird angebracht

Das Areal habe 25 Jahre brach gelegen, hielt Schneider dagegen. Bisher habe es keine Ambitionen gegeben, das Grundstück zu verkaufen. Jetzt habe sich jemand Gedanken gemacht, und ein Investitionsvorhaben avisiert. „Da kann ich nicht kommen und sagen, jetzt suche ich mir noch drei andere, die mehr bieten. Da genießt er aus meiner Sicht Vertrauensschutz.“ Wäre der Gemeinderat zu ihm gekommen und hätte gesagt, dass das Grundstück ausgeschrieben werden soll, hätte er reagieren müssen. In puncto Eiche sei ein Kompromiss gefunden. Der Käufer, der das Grundstück schon auf Vordermann gebracht habe, wolle die Eiche erhalten und eine Hinweis-Tafel außerhalb anbringen.

Von Kathrin Kabelitz

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