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Bad Düben Laußiger Heizungsbauer Kräger zieht auf das ehemalige ACZ-Gelände
Region Bad Düben Laußiger Heizungsbauer Kräger zieht auf das ehemalige ACZ-Gelände
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15:00 19.10.2016
Auf dem neuen Kräger-Firmensitz in Laußig wird gewerkelt. Quelle: Steffen Brost
Laußig

Bald ist die Mühle in Laußig wieder Mühle und die Krägers haben wieder ein echtes Zuhause. Das ging in den vergangenen Jahren mehr und mehr verloren. Denn der Dreiseitenhof inklusive Mühle ist seit 1990 Firmensitz der Heizungsbau Kräger GmbH. 1807 wurde an dieser Stelle eine Bockwindmühle als Getreidemühle errichtet. Die Mühlentechnik der Bockwindmühle wurde 1936 mit einem Dieselmotorantrieb in ein Wirtschaftsgebäude des angrenzenden Dreiseithofes eingebaut. Die Bockwindmühle brach 1943 auseinander.

Mit der Rekonstruktion der Gebäude Anfang der 1990er-Jahre erfolgte die Integration von Büroräumen der Heizungsfirma in die ehemalige Motormühle. Das historische Mühleninterieur und eine in Deutschland einzigartige kleine, aber feine Sammlung historischer Öfen und Herde prägt seitdem die Geschäftsräume von Heidrun und Gerald Kräger. „Wir haben das ehemals landwirtschaftlich genutzte Anwesen umgebaut. Jetzt sind hier 20 Mitarbeiter beschäftigt. Aber alles ist mittlerweile zu klein. Es gibt nicht mal einen Raum, in dem wir alle Platz haben, um mal eine Teambesprechung zu machen. Außerdem wollen wir wieder ein Zuhause haben, wo man nach Feierabend hingehen kann. Wir wohnen ja bis heute mitten im Unternehmen“, erzählt Kräger.

Der 56-Jährige plante bereits 2009 den Aus- und Umzug ins ehemalige Gelände des Agrochemischen Zentrums (ACZ) Laußig, in Sichtweite des Krägerhofes. Hier kaufte der Laußiger die Fliegerhalle. Doch sein Engagement wurde ausgebremst, weil sich die Halle nicht wie geplant zum neuen Firmensitz umbauen ließ. „Jetzt ist es unser Lager und ich habe weitere 2700 Quadratmeter auf dem Ex-ACZ-Gelände aus der Konkursmasse erworben. Im ehemaligen Werkstattkomplex entsteht bis Anfang des nächsten Jahres unser neuer Firmensitz mit allem Drum und Dran. Es ist ein logistischer Kraftakt, bei laufendem Betrieb solch einen Umbau und später den Umzug zu meistern. Aber unsere Auftragsbücher sind voll. Es geht gar nicht anders.“

Im neuen Komplex entsteht unter anderem der neue Vorfertigungs- und Werkstattbereich. Außerdem Lagerräume, Büros, der Kundendienstbereich sowie Schulungs- und Ausstellungsräume. Kräger investierte eine mittlere sechsstellige Summe in den Um- und Ausbau seiner neuen Zentrale und baute hochmoderne Anlagen ein. Zum neuen Glück fehlen dem Laußiger Geschäftsmann jetzt nur noch mehr Mitarbeiter. Gesucht werden vor allem Sanitär- und Heizungsinstallateure.

Von Steffen Brost

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