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Laußiger Kiesgrube soll in den nächsten 30 Jahren wachsen

Laußiger Kiesgrube soll in den nächsten 30 Jahren wachsen

Laußig. Kies für den Beton-, Straßen- und Asphaltbau, der aus dem Kieswerk in Laußig kommt, wird in Fachkreisen eine gute Qualität bescheinigt. Jetzt will die Mitteldeutsche Baustoffe GmbH als Betreiberin des Werks die Kiesgrube ausdehnen und hat einen entsprechenden Antrag zum Raumordnungsverfahren gestellt.

Danach sollen die Flächen um weitere 156 Hektar wachsen.

Betroffen sind Landwirtschafts- und Forstflächen zwischen der bereits jetzt bestehenden Kiesgrube und der Ortsverbindungsstraße Laußig/Görschlitz bis nach Görschlitz heran. Wie auf der Laußiger Gemeinderatssitzung bekannt wurde, ist der Abbau in acht Abschnitten geplant und soll in drei Jahrzehnten über die Bühne gehen – vorausgesetzt die Pläne werden genehmigt, sprich Bergbaurecht letztlich erteilt.

Die Laußiger Gemeinderäte mussten jetzt im Rahmen des Raumordnungsverfahrens erstmals Stellung beziehen. „Das Abbauvolumen soll eine vernünftige Größe haben bei minimalem Flächenentzug“, sagte Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos). Einerseits wolle man den Bestand des Unternehmens sichern, andererseits sehe man die Region aber auch benachteiligt, weil diese an Fläche verliere. Tangiert sei ein Bereich der Dübener Heide. „Wir fordern außerdem eine Renaturierung – und zwar so, dass wir die Kiesgrube dann später auch touristisch nutzen und vermarkten können“, erklärte Schneider.

Die Landwirtschaft sieht die Pläne derweil kritischer. Den Bürgermeister hat bereits ein Schreiben der Muldeland Agrargesellschaft aus Bad Düben erreicht, die potenzielle Kiesabbau-Flächen landwirtschaftlich nutzt. Der Betrieb ist gegen die Erweiterung, sieht seine Produktionsgrundlage bedroht. Zwei Arbeitsplätze gingen verlustig. Das Unternehmen nutzt vor allem die leichten und mittleren Böden, die zwar nicht gerade für gute Erträge stehen, zur Veredlung, zum Beispiel für die Milchproduktion und für den Betrieb der Biogasanlage in Pristäblich. Des Weiteren sieht Muldeland Agrar den Wald in Gefahr, zumal dort erst mit dem Umbau von Kiefernbeständen begonnen wurde. Die Flächennutzung für den Kiesabbau im Norden und Osten lehnt das Unternehmen strikt ab. Das Gebiet habe für Mensch, Tier, Pflanzen, Wasser und Klima „hohen Wert“.

Laut Schneider werde es noch dauern, bis in Sachen Kiesabbau endgültig eine Entscheidung getroffen ist. Es müssten noch Träger öffentlicher Belange wie der Naturschutz gehört werden.

Nico Fliegner

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