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Bad Düben Laußiger Tischlerei lädt zum Blick hinter die Kulissen ein
Region Bad Düben Laußiger Tischlerei lädt zum Blick hinter die Kulissen ein
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16:12 14.01.2019
Die Schneider-Enkel Dustin, Oskar-Karl, Denny und Hanna in der Kindertischlerei, wo sie mit Klaus Powileit (von links) kleine Holzmäuse bauten. . Quelle: Steffen Brost
Laußig

Mit solch einem Andrang hatten Silvana und Siegmund Schneider von der Tischlerei- und Restaurationswerkstatt in Laußig nicht gerechnet. Den ganzen Tag gaben sich Besucher, Kunden und Freunde der Laußiger Tischlerfamilie die Klinke auf dem Betriebsgelände des ehemaligen Agrochemischen Zentrums (ACZ) in die Hand. Hier hin hatte das kleine Familienunternehmen zum handwerklichen Neujahrsempfang eingeladen. „Der Zuspruch ist enorm. Die Auftragsbücher sind heute noch voller geworden. Dieser Neujahrstreff ist der mittlerweile zehnte den wir machen. Es ist gleichzeitig ein kleiner Dank an unsere Kundschaft, die uns schon jahrelang die Treue hält“, sagte Silvana Schneider.

Viel zu sehen und hören gab es beim traditionellen Neujahrsempfang der Tischlerei Siegmund Schneider in Laußig.

Betrieb hat sich auf Restauration alter Möbel spezialisiert

Der Betrieb hat sich mittlerweile mit dem Möbelbau auf die Restauration historischer Möbel spezialisiert. Denn der Charme der 1950er- und 60er-Jahre liegt zur Zeit bei Möbeln voll im Trend. „Viele unserer Kunden bekommen altes Mobiliar vererbt oder finden auf den Böden und Kellern alte Möbel ihrer Eltern, die sie bei uns wieder aufarbeiten lassen. Wir haben so das ganze Jahr viel zu tun“, so Schneider weiter.

Möbel bekommen Namen der Enkel

Aber auch Erfindungsreichtum bringt bei den Schneiders den Erfolg. So wurden in der Vergangenheit immer wieder restaurierte Möbelstücke auf die Namen ihrer Enkel getauft. So präsentierten die Schneiders im vergangenen Jahr das praktisch-edle Fernsehboard „Fynn“ und dieses Jahr einen Esstisch „Oskar-Karl-der-Große“. „Wir haben dabei noch viel Spielraum nach oben. Denn mit den weiteren Enkeln Dustin, Denny und Hanna kann noch weiterer Nachwuchs Pate für restaurierte Stücke oder Eigenbauten stehen“, sagte Schneider.

Die 54-jährige Laußigerin steht dabei jede Tag mit Ehemann und Sohn in der Werkstatt. Und dabei hatte sie erst vor vier Jahren ihre zweijährige Tischlerausbildung zur Gesellin mit Erfolg zu Ende gebracht. „Ich wollte, wenn ich Kunden etwas erkläre, ja auch darüber Bescheid wissen, wie das alles funktioniert. Deshalb habe ich nochmal die Schulbank gedrückt“, sagte sie voller Stolz.

Musikalische Zeitreise mit der Kofferkapelle

In allen Werkstatträumen war zum Neujahrsempfang viel los. So gab es nicht nur eine musikalische Zeitreise mit der Kofferkapelle, sondern auch eine Kindertischlerei, Informationen rund um alte und neue Möbel, Tischlervorführungen und Fachvorträge vom Berufsschulzentrum Schkeuditz. Auf 70 Quadratmetern Fläche hatte Schneider 2006 einst begonnen. Ende 2014 sind daraus 3000 Quadratmeter geworden, als das Familienunternehmen in eine ehemalige Autowerkstatt auf dem Gelände des ehemaligen ACZ Laußig umzog.

Von Steffen Brost

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