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Laußiger Wohnhof-Projekt nimmt Formen an

Laußiger Wohnhof-Projekt nimmt Formen an

Laußig. Die Runde wird immer größer. Nach der Auftaktveranstaltung im Juni waren beim jüngsten Treffen des Laußiger Projektes Heide-Wohnhof mehr als 20 Interessierte dabei.

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Beim jüngsten Treffen des Laußiger Projekts "Wohnhof Seniorengemeinschaft" waren schon mehr als 20 Interessierte dabei.

Quelle: Gabriele Schönichen

Das Vorhaben der Gemeinde, altersgerechtes Wohnmöglichkeiten auf dem Land zu schaffen, nimmt Formen an. Auch einen Vorschlag für den Slogan gibt es jetzt: "Nicht allein und nicht ins Heim".

Benötigt werden, wie berichtet, neue Wohnmodelle, die speziell den Bedürfnissen älterer Menschen im ländlichen Raum angepasst werden. Architektin Christiane Domke berichtete über das Ergebnis der ersten Grundstücksbesichtigungen. "Bei den fünf Objekten gibt es aber noch keinen Favoriten", fasst Gabriele Schönichen, Sprecherin des Projektteams, zusammen. Aus Sicht der Architektin seien folgende Aspekte für die Auswahl ausschlaggebend: Verfügbarkeit des Areals, Zustand der Bausubstanz, ausreichende Größe sowie die Möglichkeit, verschiedene Funktionsbereiche wie Wohnen, Gemeinschaft, Hobbies unterzubringen. Diskutiert wurde auch dieser Fakt: Die Chancen auf Erfolg könnten größer sein, wenn bei der Objekt-Suche andere Ortsteile mit einbezogen "und die vorhandene Infrastruktur und Kommunikationspunkte im zukünftigen Wohnumfeld beachten werden", so Schönichen.

Objektsuche und Nutzergewinnung müssten parallel laufen. Diese Besonderheit stellte der Projektkoordinator Winfried Haas heraus. Derzeit gehe es vor allem um das Anliegen, neue Wohnformen als bezahlbare Alternativen zum Betreuten Wohnen und zum Altersheim im Ländlichen Raum auf den Weg zu bringen. "Wichtig ist es, dass die Menschen, die in der Zukunft zusammen wohnen und zusammen leben werden, sich vorher kennen und respektieren gelernt haben", vermittelte Haas Erfahrungen anderer Gemeinschaftsprojekte. In der Runde, so Schönichen, sei zudem angeregt worden, in die konkreten Planungen auch Betreuungs- und Pflegemöglichkeiten einzuordnen, "weil es wichtig ist, dass auch Menschen mit Hilfebedarf in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können."

Beginnen müsse ein solcher Prozess aber eher. "In den Familien sollten bereits jetzt Gespräche mit den älteren Familienmitgliedern geführt werden, wie geht es im Alter weiter? Und: Was passiert mit den Häusern und Grundstücken bei zunehmenden körperlichen Einschränkungen? Wo und wie will ich wohnen? Wer kümmert sich um mich bei zunehmendem Unterstützungsbedarf? Will ich wirklich ins Altersheim oder suche ich nach wohnlichen und vor allem bezahlbaren Lösungen für meinen behaglichen Lebensabend?", steckte Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) weitere Schwerpunkte ab.

Gesucht wurde bei diesem Treffen auch nach einem möglichen Slogan, unter dem der Heide-Wohnhof stehen könnte. Die meisten Stimmen erhielt "Nicht allein und nicht ins Heim".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.08.2013

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