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Laußiger sind verärgert über den Zustand des alten Betonwerkes

Schandfleck Laußiger sind verärgert über den Zustand des alten Betonwerkes

Kein schönes Bild gibt das ehemalige Betonwerk in Laußig ab. Zu DDR-Zeiten der größte Arbeitgeber stehen inzwischen Ruinen in der Landschaft. Die Gebäude sind in Privateigentum. Allerdings tut sich seit Jahren nichts an der Aufwertung des Areals. Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider hat jetzt eine Idee.

Das alte Laußiger Betonwerk: Links ist die Fotovoltaikanlage sichtbar, daneben die alte Werkhalle. Die Gemeinde Laußig will versuchen, gemeinsam mit dem Eigentümer die Ruine der ehemaligen Sandsieberei mit Hilfe von Fördermitteln wegreißen zu lassen.

Quelle: Steffen Brost

Laußig. Der Anblick des alten Betonwerkes in Laußig ist nicht nur Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) ein Dorn im Auge. Die Flächen und teils zerfallenen Gebäude des Werkes – zu DDR-Zeiten der größte Arbeitgeber im Dorf – sorgen zunehmend für Unmut in der Bevölkerung. Doch dem Gemeindeoberhaupt sind die Hände gebunden. Denn ein Investor hat auf Dächern und Freiflächen Fotovoltaikanlagen montieren lassen. „Auf diese, Gelände passiert seit Jahren nichts. Vor allem die Ruine des ehemaligen Sandsiebewerkes ist kein schöner Anblick. Erst wenn Einsturzgefahr besteht, könnten wir den Eigentümer auffordern, entsprechende Schritte einzuleiten“, so Schneider.

Eigentümer des Areals ist Achmed Andreas Keck. Mit der LVZ wollte er nicht sprechen. Lothar Schneider hat dagegen gelegentlich Kontakt. „In der Westhalle, wo einst Schwörer-Bau ansässig war, sind Teile an Dritte vermietet. Den Rest nutzt der Eigentümer zum Abstellen von landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen. Wir versuchen mit Herrn Keck jetzt weiter im Gespräch zu bleiben, damit irgendwann die Ruine der Sandsieberei verschwindet. Für die sogenannten Revitalisierung von Brachen gibt es Fördermittel. Vielleicht klappt das ja“, so der Bürgermeister.

Das Geschehen auf dem Gelände beschäftigt auch die anderen ortsansässigen Unternehmen. Doch zum unansehnlichen Anblick der alten Ruinen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft wollten sie keinen Kommentar angeben, nur soviel: „Wir sind an einem einvernehmlichen Miteinander mit der Gemeinde und dem Eigentümer interessiert“, äußerte sich Albrecht Wiehe, Werksleiter des Leonard-Moll-Betonwerkes.

Von Steffen Brost

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