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Bad Düben Linken-Chefin Katja Kipping liest in Bad Düben
Region Bad Düben Linken-Chefin Katja Kipping liest in Bad Düben
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09:33 11.04.2016
Ulrike Matthes freute sich, dass Katja Kipping das bereits gelesene Werke mit einer persönlichen Unterschrift versah.
Bad Düben

Zwanzig Sekunden vor Journalisten oder einhundertvierzig Zeichen für einen Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter reichen auch für eine Rhetorikerin wie Katja Kipping nicht aus, um sich umfassend zur Ursachenproblematik der Flüchtlingswelle zu äußern. So entschied sich die Vorsitzende der Partei Die Linke, auch auf Bitten des Westendverlages, ein Buch zu schreiben. Mit „Wer flüchtet schon freiwillig?“ entstand eine Arbeit, die aktuelle und brennende Fragen mit historischer Dimension aufgreift. Seit diesem Jahr ist das Buch erhältlich, im März war Kipping damit zur Buchmesse auch in der Autorenarena der LVZ zu Gast.

In Bad Düben gab es Exemplare am Freitagabend im „Hotel National“ zu kaufen, denn die Autorin selbst las aus ihrem Werk vor. Im proppenvollen Saal kamen später die Zuhörer mit ihr ins Gespräch. Fluchtursachen bekämpfen und Flüchtlinge als Botschafter verstehen, die auf enorme Probleme in der globalen Entwicklung hinweisen, ist großes Anliegen des Textes.

Auch in der Kurstadt sind hilfebedürftige Menschen bereits angekommen. Dass die Stadt die Lage im Griff hat, ist nicht zuletzt dem unermüdlichen Einsatz der Diakonie, vielen freiwilligen Helfern und dem Bad Dübener Frauenverein zu verdanken.

Aufmerksam hörte Kipping den Berichten zu, die von Petra Petersohn und Christel Gerber, beide Vereinsmitglieder des Frauenvereins, erzählt wurden. Ebenfalls nahm sie Kritik an die Adresse der Bundespolitiker mit, unter anderem von der Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Barbara Paul. Sie klagte über zu wenig oder gar keine Gelder für die neuen sozialen Aufgaben, die von Bundesebene eigentlich versprochen waren. Nach der Lesung und dem Erfahrungsaustausch schloss die Autorin ihre Ausführungen mit Textpassagen, die das Publikum sichtlich ergriffen.

Am Ende gab es für die Gäste die Möglichkeit das Buch signieren zu lassen. Unter den Interessenten dafür war auch Ulrike Mattes aus Jeseswitz: „Ich habe das Buch bereits gelesen und wollte der Autorin heute selbst begegnen.“ Ein Honorar und die Gewinnbeteiligung für das Buch lehnte Kipping ab, stattdessen wurden Regelungen für Spenden an die Hilfsorganisation medico und Projekte der Flüchtlingssolidarität getroffen, auch das war am Abend zu erfahren.

Von Anke Herold

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