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Bad Düben Lokalzeitungen zeichnen in Bad Düben drei Unternehmen aus Nordsachsen aus
Region Bad Düben Lokalzeitungen zeichnen in Bad Düben drei Unternehmen aus Nordsachsen aus
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20:42 03.11.2017
Große Freude am Donnerstagabend im Saal des Heide Spa bei den Preisträgern und Preisstiftern. Quelle: Wolfgang Sens
Bad Düben

Strahlende Gewinner, zufriedene Preisstifter und mit 230 Gästen aus ganz Nordsachsen ein voller Saal im Heide Spa Hotel- und Resort in Bad Düben: Auf dem Empfang der Wirtschaft des Landkreises Nordsachsen, der unter Motto „Zukunft hier“ stand, sind am Donnerstagabend die Wirtschaftspreise verliehen worden. Sie gehen an die Unternehmen Profiroll Technologies in Bad Düben, Cavertitzer Elektromontage GmbH in Schirmenitz bei Oschatz sowie Gramon Fassadenbau in Graditz bei Torgau.

Profiroll-Chef Ende: „Damit werfen sie ein Licht auf unser Unternehmen“

Werner Ende (li.) und Stephan Kohlsmann von Profiroll Technologies in Bad Düben freuen über den Wirtschaftspreis der LVZ. Quelle: Wolfgang Sens

Über den Preis der Leipziger Volkszeitung Delitzsch-Eilenburg freuten sich Geschäftsführer Stephan Kohlsmann und Werner Ende von Profiroll Technologies besonders. „Ich möchte der LVZ dafür danken“, sagte Werner Ende. Dass der Preis an Profiroll gehe, habe ihn zuerst überrascht, sei aber eine große Wertschätzung. „Damit werfen sie ein Licht auf unser Unternehmen“, so Werner Ende weiter, der sich in seiner Rede auch betont selbstbewusst gab: „Ich denke, wir haben den Preis auch verdient. Wir sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Nordsachsen und für unsere schöne Stadt Bad Düben. Ich nehme den Preis gerne an im Namen unserer Mitarbeiter.“

Zweifelsohne ist das Unternehmen, das in der ehemaligen DDR schon als VEB Werkzeugmaschinenfabrik, kurz Wema, am Standort war, inzwischen ein Global Player. Es produziert Kaltwalzmaschinen und hat sich als Lieferant komplexer Technologien etabliert. Darüber hinaus fertigt und liefert Profiroll Umformwerkzeuge zum Kaltwalzen an Kunden weltweit und erwirtschaftet nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von rund 60 Millionen Euro. Beschäftigt sind 243 Facharbeiter und 114 Ingenieure. Außerdem bildet der Betrieb 52 Lehrlinge aus. Damit ist Profiroll einer der größten Arbeitgeber in Nordsachsen. In seiner Laudatio würdigte LVZ-Redaktionsleiter Frank Pfütze, der den Preis mit Regionalverlagsleiterin Kerstin Friedrich überreichte, die Arbeit des Unternehmens und dass es sich vor allem auch in Schulen in Bad Düben und Eilenburg engagiert.

Generationswechsel geschafft

Siegfried Borschke von der Cavertitzer Elektromontagengesellschaft hat den Wirtschaftspreis von der OAZ bekommen. Quelle: Wolfgang Sens

Den Preis der Oschatzer Allgemeinen Zeitung übergaben Redaktionsleiter Hagen Rösner und Regionalverlagsleiter Jan Simon an die Cavertitzer Elektromontage GmbH in Schirmenitz. Das Unternehmen hat sich auf die Installation vom Komplettelektroanlagen für den Industrie- und Gewerbebau spezialisiert, beschäftigt 66 Mitarbeiter. Mit den zwei Tochterunternehmen sind es knapp 100 Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von zehn Millionen Euro erwirtschaften. Auftraggeber sind unter anderem die Dehner Gartenmärkte, die Kaffeerösterei des Discounters Aldi und der Flughafen in Berlin. Den Preis nahm Firmenchef Siegfried Borschke entgegen. Hagen Rösner sagte, dass das Unternehmen „absolut regional verankert“ sei und gerade erst den Generationswechsel geschafft habe – Sohn Erik Borschke hat das operative Geschäft übernommen. Insofern sei das Unternehmen passend zum Motto des Empfangs gut für die Zukunft aufgestellt.

Vom Pferdedorf aus den Markt erobert

Die Torgauer Zeitung ehrte Hagen, Kathrin und Ulrich Schneider (v.l.) von Gramon Fassadenbau Graditz. Quelle: Wolfgang Sens

Chefredakteur Sebastian Stöber von der Torgauer Zeitung und Geschäftsführer Andreas Plaul ehrten das Unternehmen Gramon Fassadenbau aus Graditz. Seit 1999 am Markt habe sich das Familienunternehmen auf die Planung und Montage von hochwertigen Fassadensystemen spezialisiert. Eines der Vorzeigeprojekte ist die Vorhangfassade der Pauliner-Kirche am Leipziger Augustusplatz. Auch in Berlin und Dresden haben die Fassaden-Profis ihre Spuren hinterlassen. „Mit einer ordentlichen Mischung aus hoher Professionalität, gesundem Spieltrieb und einem ambitionierten Team in Vorbereitung, Planung und Umsetzung wurde aus dem Pferdedorf heraus der Markt erobert“, sagte Sebastian Stöber.

Für die kulturelle Umrahmung des Empfangs sorgten die drei Ladies von Swing Bells aus Dresden, die mit Musik aus den 30er- und 40-er Jahren und tollen Stimmen das Publikum unterhielten, sowie der Comedy-Redner Dr. Jens Wegmann, der als Gastredner getarnt dem Landrat, seiner Behörde und dem Publikum den Spiegel vorhielt und Unterhaltung auf höchstem Niveau bot. Die Lacher und den Applaus hatte er auf seiner Seite.

Bislang 13 Preisträger

Der Empfang der Wirtschaft fand zum elften Mal statt. Zum sechsten Mal wurden die Wirtschaftspreise verliehen. Geehrt werden alle zwei Jahre Unternehmer, die durch Innovation ihre Firmen zukunftsfähig gestalten und damit Arbeitsplätze sichern. Zudem engagieren sie sich oft in gesellschaftlichen Bereichen. Bislang gibt es 13 Preisträger plus die drei aktuellen. Der erste war 2007 die Autohausgruppe Kühne („Familienfreundlichstes Unternehmen“) in Bad Düben. Veranstaltet wurde der Empfang von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises.

Kay Emanuels Mut-Rede

Nordsachsens Landrat Kai Emanuel (parteilos) hat auf dem Empfang der Wirtschaft die Entwicklung des Landkreises gelobt: „Die Konjunktur ist stark und robust. Unsere Unternehmer schätzen die Wirtschaftslage positiv ein und die Geschäftserwartungen bleiben auf hohem Niveau. Zudem ging die Arbeitslosigkeit mit im September noch rund 7500 bei der Arbeitsagentur gemeldeten Personen stark zurück. Dies ist der niedrigste Stand seit Anfang der 90er-Jahre“, sagte Emanuel und dankte den Unternehmen für ihren Einsatz. Zugleich gab der Landrat bekannt, dass „in absehbarer Zeit nahezu alle Haushalte und Unternehmen mit schnellem Internet“ versorgt würden. „Dies ist mit 107 Millionen Euro das größte jemals vom Kreistag iniziierte Projekt.“ Auch seine Visionen stellte Emanuel dem Publikum vor: Geplant sei ein Glas-Campus in Torgau. „Zunächst als Professional School mit modularen Weiterbildungsangeboten für die Glas- und Baustoffindustrie konzipiert, kann sich ein solches Angebot dann bis hin zu eigenständigen Studienangeboten entwickeln.“ Auch „eine leistungsstarke Ost-West-Straßenverbindung im Landkreis“ schwebt ihm vor. „Hier sollten wir mal querdenken, bevor wir morgen auf der A 14 und der A 4 im Stau stehen.“ Er wolle den Wandel in der Bildungs- und die Mobilitätsinfrastruktur nutzen, um Nordsachsen weiter voranzubringen. Derzeit werde ein Kreisentwicklungskonzept erarbeitet. Emanuel lud die Gäste ein, daran aktiv mitzuarbeiten.

Das Publikum im Saal des Heide Spa applaudiert den Preisträgern. Quelle: Wolfgang Sens

Von Nico Fliegner

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