Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben Lutherweg-Abschnitt in Bad Düben eröffnet
Region Bad Düben Lutherweg-Abschnitt in Bad Düben eröffnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 12.09.2011
Anzeige

. Der offiziellen Einweihung am Dienstag auf Schloss Hartenfels folgte nun die Eröffnung des Teilabschnitts in Bad Düben, die Pfarrer Jörg Uhle-Wettler und Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) in der Stadtkirche vornahmen.

Zu den Aktiven, die sich bereits früh morgens auf Schusters Rappen begaben, gehörten Bernhard Ehrler und Reinhard Emrich aus Löbnitz, Erich Wohlschläger aus Roitzschjora sowie Hubert Hentsch aus Reibitz. Vom Pfarrer Fritz Mühlmann und Regionalbischof Kasparik wurden sie an der Löbnitzer Kirche verabschiedet und an der Bad Dübener Muldebrücke hieß Stadtführer Torsten Gaber die vier Männer als erste Pilger auf dem nördlichen Teilabschnitt des sächsischen Lutherweges willkommen.

„Der Gedanke des Pilgerns ist nicht zu verachten", erzählte der Stadtführer, ginge es doch in erster Linie um Entschleunigung in einer schnelllebigen Zeit wie der heutigen. Die Menschen sollten auf dem Weg durch schöne Landschaften, vorbei an historischen Orten mit Einkehrmöglichkeiten in kleinen und großen Kirchen zur Ruhe kommen und in sich kehren. „Manchmal tut es gut, einen neuen Weg zu gehen, um sich zu besinnen und neue Ziele zu setzen", zitierte Gaber aus der frisch gedruckten Publikation des Tourismusverbandes Sächsisches Burgen- und Heideland zum Lutherweg. Neues sehen und erleben könne anregen, den eigenen Lebensalltag und die innere Orientierung zu überdenken. Von Löbnitz aus streift der Lutherweg zunächst den Muldealtarm in Roitzschjora, führt dann südwärts durch die Prellheide. Nach der Mühle Sommerfeld geht es durch Tiefensee, dann an der Schäferei Naschkau vorbei zum Schloss Schnaditz. Durch den Schlosspark ist bald die Mulde erreicht und immer dem Deich folgend, wird nach dem Altenhof vor Bad Düben die Muldebrücke überquert.

Torsten Gaber ließ die Sehenswürdigkeiten der Kurstadt nicht unerwähnt und erläuterte die weitere Wegeführung über Authausen, Pressel und Zinna nach Torgau, der Kreisstadt Nordsachsens. Die räumliche Nähe Bad Dübens zu Wittenberg – Heimstätte der Reformation – ist unverkennbar, ebenso zu Kemberg, wo weltweit das erste evangelische Pfarrhaus stand. Gaber erinnerte außerdem an den Lutherstein bei Eisenhammer, um den sich zahlreiche Mythen ranken, und bemerkte, dass die Zeit um 1500 recht turbulent gewesen sei. Darauf ging auch Pfarrer Jörg Uhle-Wettler ein, der es beachtenswert fand, wie populär Martin Luther heute noch ist. Diese herausragende Persönlichkeit, die vor 500 Jahren lebte, war Reformer, Sprachschöpfer und Befreier – aber zuallererst ein Mensch. „Doch, ob ein Mann großartig werden kann, hängt von der Frau an seiner Seite ab", sagte er.

„Niemand von uns wird in 500 Jahren noch in aller Munde sein", beschrieb Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) ihre Bewunderung für den Reformator. Sie hofft auf zahlreiche Gäste, die den schönen Weg erkunden. Ob der Lutherweg eines Tages dem berühmten Jacobsweg den Rang abläuft, kann heute niemand sagen, aber die Stadtchefin wünscht sich von den Dübenern, dass sie die Gäste, egal welcher Konfession sie angehören und egal aus welchem Grund sie die Schritte beschreiten, freundlich empfangen.

Heike Nyari

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[image:phpzFnJd320110911121114.jpg]
Bad Düben. Mit einer Festsitzung haben am Freitagabend im Heide Spa die dreitägigen Feierlichkeiten anlässlich 175 Jahre Turnen und 20 Jahre TV Blau-Gelb 90 in Bad Düben begonnen.

11.09.2011

[image:phpIcbRzf20110909154858.jpg]
Bad Düben. Die Stadt Bad Düben will künftig mehr Energie sparen. Dafür haben die Stadträte den Weg für ein sogenanntes Energiemanagement frei gemacht.

09.09.2011

[image:dpa2b94c97bae1311182101.jpg]
Laußig. Der Diakonie-Kindergarten „Albert Schweitzer" in Laußig ist in die Kritik geraten. Eltern sind mit den Angeboten der kirchlichen Einrichtung offensichtlich unzufrieden.

08.09.2011
Anzeige