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Bad Düben Lyriker Peter Gosse mit nordsächsischem Gellert-Preis geehrt
Region Bad Düben Lyriker Peter Gosse mit nordsächsischem Gellert-Preis geehrt
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09:28 17.09.2018
Gellertpreisträger Peter Gosse (M.) nimmt die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung von  Sparkassenchef Harald Langenfeld (l.) und Landrat Kai Emanuel entgegen. Quelle: Alexander Bley
Bad Düben

Und der Gewinner ist: Peter Gosse! Im Bad Dübener Heide Spa füllte sich am Freitagabend der Saal anlässlich der 20. Verleihung des Gellert-Preises. Musikalisch hervorragend umrahmt vom Sächsischen Blechbläserquintett unter Leitung von Sven Geipel. Mit dem 5000 Euro dotierten Kunstpreis des Landkreises Nordsachsen und der Sparkasse Leipzig wurde der 79-jährige Lyriker aus Leipzig für sein Lebenswerk geehrt. Zu diesem Urteil kam eine Fachjury, die sich einstimmig für den Leipziger entschied.

Landrat Kai Emanuel (r.) überreicht einen Kunstdruck von Yuko Shimizu an Harald Langenfeld und würdigt den Sparkassenchef damit "als maßgeblichen Förderer der Kunst". Quelle: Landratsamt / Alexander Bley

Einer, der Worte blank putzen kann

Freund des Preisträgers und Laudator, Manfred Jendryschik (75), „drohte“ einen halbstündigen Vortrag an und hielt nicht nur Wort. Schwere Kost. Der Schriftsteller fasste danach auf LVZ-Anfrage zusammen: „Peter Gosse hat den Preis verdient, weil er sich wie kaum ein anderer mit der Gesellschaft auseinandergesetzt hat, ohne Dogmatiker zu sein. Er führt ehrlich immer beide Möglichkeiten vor und ist dadurch für die Gesellschaft ein wichtiger Gesprächspartner“, so der Schriftsteller. Von den Kollegen sei er anerkannt und verfüge über ein „hohes Sprachvermögen“. Er sei einer, der Worte „blank putzen“ kann.

Preisträger beeindruckt

Der Preisträger zeigte sich beeindruckt. „Ich bin gerührt, auf der Endgeraden meines Daseins eine solche Ehrung erleben zu dürfen". Der Leipziger bedankte sich bei den Stifter des Kunstpreises, der Jury für die einstimmige Entscheidung, bei LVZ-Regionalverlagsleiterin Kerstin Friedrich für die flotte Moderation und bei den Musikern für ihren fabelhafte Auftritt. Und auch bei „Manfred für sein Essay“.

Reges Kulturleben in Nordsachsen

Die Festrede sprach traditionell der Landrat. Für Kai Emanuel (parteilos) zeichnen sich die nordsächsischen Städte und Gemeinden durch ein reg

es kulturelles Leben aus. Bedeutsame Kultureinrichtungen seien hier beheimatet und zahlreiche Menschen, die sich für die Kultur in ihren vielschichtigen Facetten oftmals auch ehrenamtlich einsetzen. Dieses Engagement könne nicht hoch genug geschätzt und gewürdigt werden. „Literatur ist die Unsterblichkeit der Sprache“, schrieb vor mehr als 200 Jahren der Kulturphilosoph und Mitbegründer der deutschen Romantik, Friedrich von Schlegel. „Dem Gedanken sind stets auch unsere Gellertpreisträger verpflichtet“, so Emanuel. Als Erster nahm in der Kategorie Literatur im Jahr 2000 der damals in Schkeuditz beheimatete Schriftsteller Gunter Preuß den Kunstpreis entgegen. Zuletzt wurde 2015 der Bad Dübener Autor Hans-Joachim Böttcher geehrt. Emanuel begrüßte auch die zahlreich anwesenden Gellert-Preisträger der vergangenen Jahre wie die Gewinner der beiden Vorjahre, Elvira Dreßen aus Melpitz sowie Bildhauer Torsten Freche aus Polbitz.

Peter Gosse, Gellertpreisträger 2018. Quelle: Landratsamt / Alexander Bley

Einer, der Worte blank putzen kann

Freund des Preisträgers und Laudator, Manfred Jendryschik (75), „drohte“ einen halbstündigen Vortrag an und hielt nicht nur Wort. Schwere Kost. Der Schriftsteller fasste danach auf LVZ-Anfrage zusammen: „Peter Gosse hat den Preis verdient, weil er sich wie kaum ein anderer mit der Gesellschaft auseinandergesetzt hat, ohne Dogmatiker zu sein. Er führt ehrlich immer beide Möglichkeiten vor und ist dadurch für die Gesellschaft ein wichtiger Gesprächspartner“, so der Schriftsteller. Von den Kollegen sei er anerkannt und verfüge über ein „hohes Sprachvermögen“. Er sei einer, der Worte „blank putzen“ kann.

LVZ-Regionalverlagsleiterin Kerstin Friedrich moderiert den Gellertpreis 2018. Quelle: Landratsamt / Alexander Bley

Preisträger beeindruckt

Der Preisträger zeigte sich beeindruckt. „Ich bin gerührt, auf der Endgeraden meines Daseins eine solche Ehrung erleben zu dürfen". Der Leipziger bedankte sich bei den Stifter des Kunstpreises, der Jury für die einstimmige Entscheidung, bei LVZ-Regionalverlagsleiterin Kerstin Friedrich für die flotte Moderation und bei den Musikern für ihren fabelhafte Auftritt. Und auch bei „Manfred für sein Essay“.

Reges Kulturleben in Nordsachsen

Die Festrede sprach traditionell der Landrat. Für Kai Emanuel (parteilos) zeichnen sich die nordsächsischen Städte und Gemeinden durch ein reges kulturelles Leben aus. Bedeutsame Kultureinrichtungen seien hier beheimatet und zahlreiche Menschen, die sich für die Kultur in ihren vielschichtigen Facetten oftmals auch ehrenamtlich einsetzen. Dieses Engagement könne nicht hoch genug geschätzt und gewürdigt werden. „Literatur ist die Unsterblichkeit der Sprache“, schrieb vor mehr als 200 Jahren der Kulturphilosoph und Mitbegründer der deutschen Romantik, Friedrich von Schlegel. „Dem Gedanken sind stets auch unsere Gellertpreisträger verpflichtet“, so Emanuel. Als Erster nahm in der Kategorie Literatur im Jahr 2000 der damals in Schkeuditz beheimatete Schriftsteller Gunter Preuß den Kunstpreis entgegen. Zuletzt wurde 2015 der Bad Dübener Autor Hans-Joachim Böttcher geehrt. Emanuel begrüßte auch die zahlreich anwesenden Gellert-Preisträger der vergangenen Jahre wie die Gewinner der beiden Vorjahre, Elvira Dreßen aus Melpitz sowie Bildhauer Torsten Freche aus Polbitz.

Von Frank Pfütze

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