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Bad Düben Mähdrescher im Einsatz: Nordsachsens Bauern holen den Raps vom Feld
Region Bad Düben Mähdrescher im Einsatz: Nordsachsens Bauern holen den Raps vom Feld
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10:00 24.07.2016
Derzeit läuft die Ernte von Raps, wie hier auf den Feldern zwischen Kossa und Authausen, auf Hochtouren. Die Mähdrescher der Muldeland Agrar GmbH Bad Düben sind bis in die späten Abendstunden im Einsatz. Quelle: Steffen Brost
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Nordsachsen

Die Körner in den Getreidehalmen sind reif. Mähdrescher ziehen in diesen Tagen ihre Spuren auf den Rapsfeldern. Von Sonnenaufgang bis in die Abendstunden gibt es für die Betriebe jetzt kaum Pausen. Die Mähdrescher bestimmen aktuell das Bild auf Nordsachsens Feldern. Denn die Getreideernte ist in vollem Gange. Die Wintergerste ist nahezu abgeerntet. Die ersten Tonnen sind bereits eingelagert. Vielerorts künden große Strohballen von der abgeschlossenen Ernte.

Mittlerweile läuft die Ernte des Rapses. Doch der größte Gegner ist das Regenwetter. Der Wetterdienst gehört in diesen Tagen wohl zu den am meisten gehörtesten Sendungen der landwirtschaftlichen Betriebe in der Region. Denn die Ernte läuft noch bis Anfang August. Und Regen können die Unternehmen nicht gebrauchen. Doch Klärchen spielte in den vergangenen Tagen recht gut mit und sorgte für Hitze.

„Die Wintergerste ist drin. Es war eine recht gute Ernte. Der Ertrag ist höher als im vergangenen Jahr. Dagegen rechnen wir beim Raps sowie bei Roggen und Weizen nicht mit ganz so guten Erträgen, weil das Wasser gefehlt hat und die teilweise extremen Temperaturen den Sorten arg zugesetzt haben“, schätzt Wolfgang Görlich von der Muldeland Agrar GmbH Bad Düben ein. Probleme bereiten den Bauern nach wie vor zum Teil starke Regengüsse und Gewitter in einigen Landesteilen. „Dann müssen die Halme erst wieder trocknen“, sagte er. Das bedeute Zeitverzug.

Nach der Gerste ist Roggen an der Reihe, dann folgen Weizen und Raps. Das Unternehmen bewirtschaftet rund 1800 Hektar Acker- und Grünlandfläche in der Region um Bad Düben. Hauptsächlich zwischen Bad Düben und Laußig sowie zwischen Kossa, Authausen und Durchwehna. Vordergründig wird auf den Feldern das Futter für den eigenen Tierbestand sowie das Material für die eigene Biogasanlage in Pristäblich angebaut. Der Rest sind sogenannte Marktfrüchte wie Raps, Getreide und Kartoffeln und werden in den Handel gebracht.

Laut Görlich werden in diesem Jahr rund 6000 Tonnen Getreide und Raps von den Feldern geholt und über den Landhandel vermarktet. Doch derzeit liegen die Preise für Getreide am Boden. „Die Vermarktung der diesjährigen Ernte begann bereits im vergangenen Jahr im Herbst. In diesem Jahr rechnen wir mit rund 40 Euro weniger pro eine Tonne Getreide.

Wenn der Raps bis Ende Juli eingefahren ist, geht es nahtlos weiter. Nach Abschluss der Getreideernte geht es mit der Bestellung von Zwischenfrüchten für das kommende Jahr weiter. Doch der Schwerpunkt der diesjährigen Ernte kommt noch. Im September wartet dann der Mais auf die Häcksler.

Von Steffen Brost

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