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Männer lassen die Hüllen fallen

Männer lassen die Hüllen fallen

Das war ganz nach dem Geschmack von Yvonne Aftermann. Ihren Junggesellenabschied verbrachte die Delitzscherin mit den muskelbepackten American Dream Boys, die am Freitagabend im Heide Spa in Bad Düben die holde Weiblichkeit verzauberten.

Bad Düben. „Ich heirate morgen. Und da ist für mich und meinen Freundinnen heute noch mal richtig Party ohne Männer angesagt. Nach dem morgigen Tag wird dann ja alles anders“, sagte die überaus gut gelaunte junge Frau. Und damit man sie auch überall erkannte, hatten die Freundinnen Yvonne mit weißer Schleppe, Spezial-T-Shirt, Netzstrumpfhosen und dickem Kussmund gestylt. Doch bevor es in den abgedunkelten Saal im Bad Dübener Heide Spa ging, wurden vor der Tür erst einmal ein, zwei, drei Gläschen Sekt gekippt. „Heute steppt nicht nur der Bär. Los wir wollen endlich rein“, jubelte die künftige Ehefrau.

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Bad Düben. Das war ganz nach dem Geschmack von Yvonne Aftermann. Ihren Junggesellenabschied verbrachte die Delitzscherin mit den muskelbepackten American Dream Boys, die am Freitagabend im Heide Spa in Bad Düben die holde Weiblichkeit verzauberten.

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Agentur-Chefin Sibylle Kunath und die beiden Security Männer Lars und Steve hatten Erbarmen und begannen schließlich mit dem Einlass. 35 Minuten später zog Technikmann Torsten Heinke den Lautstärkeregler der 4000-Watt-Tonanlage hoch und Kollege Olaf Pinder schaltete das Saallicht aus. Blaue und rote Scheinwerfer blitzten auf der Bühne auf. Die Frauen skandierten: „Wir woll'n die Männer sehn, wir woll'n die Männer sehn ...“ Eine Herrenstimme aus den Lautsprecherboxen kündigte schließlich an: „Welcome, The American Dream Boys“. Die ersten Frauen sprangen von ihren Stühlen und klatschten begeistert in die Hände. Aus dem Dunkeln kamen Cidney Turner, Jack Taylor, Ray Thomson, Kevin Black und Dennis Jackson hervor. Fünf durchtrainierte Tänzer, braungebrannt, eingeölt und mit Oberarmen wie Baumstämme. Die Frauen tobten, als die Männer ihre stählernen Körper auf der Bühne präsentierten und zu tanzen begannen. Einer als US-Marineoffizier verkleidet, ganz in weiß. Einer trug lässig eine Bauarbeiterkluft, der nächste eine Bikerjacke und zerrissene Jeans, ein Soldat in Uniform war dabei und der unvermeidliche Cop mit Spiegelbrille, weißen Handschuhen und natürlich Handschellen.

Schon bei der ersten Nummer bekamen die entzückten Damen im Publikum die Möglichkeit, selber Hand an den Schönlingen anzulegen. Bauarbeiter Kevin Black zog sich eine Blondine auf die Bühne. Er platzierte sie auf einem Stuhl, tanzte zwischen ihren Beinen und zog sich langsam aus. Sekunden später holte er seinen Hammer aus der Hose. Nein, nicht den Hammer, an den alle dachten. Einen richtigen natürlich. Der Saal tobte. In der hinteren Reihe klatschten Sabine Haffke und Simone Pertzsch mit Freundinnen und Kollegen aus dem Laußiger Gemeindeamt mit. „Die Tickets für die Show haben wir gewonnen. Aber ich wurde kürzlich auch mit einer Männershow zum Geburtstag auf der Arbeit überrascht. Zwar nicht von den Dream Boys, dafür tanzte unter anderem mein Chef den Schwanensee für mich. Das war so ähnlich wie die American Dream Boys“, erzählte Sabine Haffke. Bauarbeiter Kevin Black ist auf der Saalbühne inzwischen auch schon weiter. Er trug nur noch den roten Tanga am Körper. Die Frauen wollten aber mehr und riefen „Ausziehen, ausziehen!“ Dann schwenkte Black eine amerikanische Flagge und versteckte sein bestes Stück, den Tanga und die blonde Dame dahinter. Keine zwei Sekunden später wedelte die mit dem roten Höschen des Mannes wie mit einer Trophäe. Mit nur noch einer Hand davor verließ Bauarbeiter Kevin die Bühne. „Siehste, hab ich Dir doch gesagt. Die haben bloß eine Handvoll in der Hose“, rief eine Frau in der vorletzten Reihe ihrer Freundin ins Ohr. Nach dem Bauarbeiter kam im Feuerschein Conan mit seinem Riesenschwert. Ihm folgte die obligatorische Schlagsahnenummer. Drei Frauen wurden auf die Bühne geholt. Von der Seite tanzten drei Gentleman herbei, nur mit einer Hose und schwarzer Krawatte bekleidet. Sie verteilten kleine Schlagsahnehäufchen auf ihren Körpern. Die Frauen durften den süßen Schaum schließlich abschlecken. „Ich will auch mal“, schrie eine Frau aus dem Publikum. In der Pause war dann Gelegenheit, sich mit den Boys fotografieren zu lassen. Zehn Euro mussten die fotowilligen Damen pro Ablichtung hinblättern. Doch der Preis schreckte nicht ab. An die 50 Mal drückte der Technikmann der Truppe auf den Auslöser der Polaroid-Kamera. Auch Susann Jentsch wollte ein Erinnerungsfoto. „Das ist für mich der Junggesellenabschied. In zwei Wochen geht’s unter die Haube“, sagte die Kurstädterin. Dann folgte Teil zwei der Show. Moderator und Sänger Mikey heizte die Frauen an. Blaulicht zuckte. Sirenengeheul kündigte eine Truppe Cops an. Mit Taschenlampen bewaffnet stürmten drei Polizisten den Saal und zwei Frauen aus dem Publikum wurden verhaftet. Ober-Cop Ray Thompson verhörte die beiden schließlich. Mit seinem freigelegten Hinterteil rieb er sich am Oberkörper der Damen. Die genossen das Verhör sichtlich. Dem Cop folgten Soldaten von der Front und später auch noch Navy-Offiziere, ehe sich alle zum großen Finale auf der Bühne trafen. Erst nach einigen Zugaben ließen die Besucherinnen ihre Dream-Boys von dannen ziehen.

Steffen Brost

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