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Mehr Platz und Höhe für die Schnaditzer Feuerwehr

Mehr Platz und Höhe für die Schnaditzer Feuerwehr

Fred Vogelweider, Chef der Schnaditzer Stadtteilfeuerwehr, schaut in diesen Wochen gern am Bürgerhaus in seinem Dübener Ortsteil vorbei. Denn dort wächst inzwischen als Anbau das neue Feuerwehrdepot aus dem Boden.

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Die Fläche, auf der das neue Gebäude errichtet wird, ist bereits auf- geschüttet.

Quelle: Heike Nyari

Schnaditz. 630 000 Euro - wobei der größte Teil über Fördermittel aus dem Wiederaufbau Hochwasser finanziert wird - gibt die Kurstadt dafür aus. Besonders freut den Stadtteil-Wehrleiter, dass das neue Haus "hochgelegt" wird. Die Bodenplatte wird erst bei einem Meter über der Straßenkante abschließen.

"2002, nach der Flut", so erinnert sich der Schnaditzer, der sein Geld übrigens in Leipzig als Berufsfeuerwehrmann verdient, "hat noch keiner reagiert." Die Folge: Auch beim Juni-Hochwasser 2013 stand das Gerätehaus der Schnaditzer Kameraden wieder unter Wasser. "Wenn wir jetzt erneut in den Keller ziehen würden, wäre das genauso sinnvoll, wie Wasser in die Mulde tragen", findet er deshalb.

Sinn mache es dagegen, dass die 14 aktiven Kameraden, darunter drei junge Frauen, künftig etwas mehr Platz haben. Neben dem Kleinlöschfahrzeug TSFW finden in dem neuen Gerätehaus sämtliche Ausrüstungsgegenstände, Umkleidemöglichkeiten sowie getrennte Sanitäranlagen für Frauen und Männer Platz. Die guten Bedingungen in Schnaditz hält er, der ausdrücklich auf eine gute Zusammenarbeit mit den Kameraden in Bad Düben und Tiefensee sowie der Stadt selbst verweist, für erforderlich: "Gerade in den kleineren Wehren bereitet der Personalbestand oft genug Probleme. Umso wichtiger ist es, dass wir gute Bedingungen bieten können."

Bis er allerdings mit seinen Leuten und der Technik, die derzeit auf einem Privatgelände steht, in den Neubau einziehen kann, wird einiges Wasser die Mulde herunterfließen. In diesen Tagen erst haben Mitarbeiter der Bausanierungs GmbH Staupitz die Frostschürze betoniert. In den vergangenen Tagen wurde der Boden bis zur Bodenplatte aufgefüllt. "Wünschenswert wäre", so Markus Krisch, Sachbearbeiter Hoch- und Tiefbau bei der Stadt, "dass der Anbau bis Weihnachten im Rohbau steht, so dass danach wetterunabhängig weitergearbeitet werden kann." Ob das klappt, steht noch nicht fest. Bauleiter Heiko Wenzel von der Böhme GmbH sieht das allerdings "als sehr ambitioniertes Ziel" und das Ganze hängt natürlich auch vom Wetter der nächsten Wochen ab.

Der Einzug ist jedenfalls für Sommer 2015 geplant. Dann wird das Gerätehaus übrigens auch Stützpunkt für die Wasserwehr. "Wir sind gerade dabei, Leute aus dem Ort in Sachen Wasserwehr anzusprechen", so Fred Vogelweider. Denn der Schnaditzer ist sicher, "das nächste Hochwasser kommt bestimmt". Und wenn der im Zuge des Polder Löbnitz geplante Ringdeich um Schnaditz erst einmal steht, "dann sitzen wir im Hochwasserfall in einer trockenen Badewanne". Das heißt auch, "von außen kommt dann keiner mehr zu uns durch."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.12.2014
Ilka Fischer

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