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Miau an allen Ecken: Dübens Windmühlenweg bleibt Katzen-Hochburg

Miau an allen Ecken: Dübens Windmühlenweg bleibt Katzen-Hochburg

Die meisten Menschen mögen sie, die gemeine Hauskatze. Immerhin ist sie das Lieblingstier der Deutschen. 11,5 Millionen Katzen werden hierzulande liebevoll versorgt.

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Niedlich und ärgerlich zugleich - Katzen. Vor allem jene, die wild leben und fälschlicherweise gefüttert werden. Ein Problem vor allem im Wohngebiet Windmühlenweg.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Doch die Samtpfoten können auch ganz schnell an Sympathien einbüßen. Immer dann, wenn sich die Tiere wild vermehren und zu Dauer-Streunern werden.

Die Stadt Bad Düben hat damit in den vergangenen reichlich Erfahrungen gesammelt, galt als Katzenhochburg Nummer eins in der Region. Und daran hat sich offenbar bis heute nichts geändert."Es kommen immer wieder Tiere dazu. Meine Kollegen sind regelmäßig in Düben, um wilde Katzen einzufangen", sagt Tierheimleiterin Annett Albrecht. Doch die Kosten, die für die Sterilisationen im Laufe der Zeit draufgehen, steigen. Immerhin wird für die Sterilisation eines Katers 40 Euro fällig. Für eine Katze müssen schon 70 Euro beim Tierarzt bezahlt werden. "Im Laufe des Jahres kommt so eine ganz ordentliche Summe zusammen. Geld, das für andere notwendige Dinge dann nicht zur Verfügung steht", so Albrecht.

Dabei wäre das Problem ziemlich leicht in den Griff zu bekommen. Denn das Grundübel ist meistens der Mensch selbst, der die Tiere immer wieder mit Futter anlockt. Die Folge: Die Katzen tauchen jeden Tag auf und miauen, um sich so das Futter zu erbetteln. Fast ein Drittel der Katzen, die derzeit im Eilenburger Tierheim auf eine Vermittlung warten, stammen aus Bad Düben. "Wir versuchen weiter mit gezielten Sterilisationen die Lage in den Griff zu bekommen", so Albrecht.

Während frühere Hochburgen die Stadtteile Alaunwerk und Hammermühle waren, wo wilde Katzen von den Bewohnern gefüttert wurden, legte sich der Fokus in der Vergangenheit auf die Wohngebiete rund um den Windmühlenweg. Dort gab es schließlich vermehrt Beschwerden, weil Anwohner die Streuner permanent mit Futter versorgten und somit die Katzen-Plage beförderten. Auch im ehemaligen Asylbewerberheim, ein paar Hundert Meter weiter, und in einer in der Nähe liegenden Kleingartenanlage hielten sich dutzende Tiere auf. Um der Katzen-Plage im Wohngebiet Herr der Lage zu werden, hatte das Eilenburger Tierschutzzentrum damals eine Falle aufgestellt. Doch der großräumige Käfig, der über mehrere Tage aufgestellt war, brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Regelmäßig sind nun Helfer des Eilenburger Tierheims unterwegs, um die wilden Katzen einzufangen, damit sie von einem Tierarzt sterilisiert werden können. Seit 2012 gibt es vor allem im Bereich Windmühlenweg ein hohes Katzenaufkommen. Allerdings seien Anrufe und Beschwerden deutlich zurückgegangen, zumindest im Bad Dübener Rathaus. "Im letzten halben Jahr gab es höchstens zwei Anrufe diesbezüglich. Die Mehrheit der Bürger wendet sich wahrscheinlich direkt an das Tierheim und meldet entsprechende Tiere", vermutet Bad Dübens Ordnungsamtleiterin Gabriele Leibnitz.

Für die Zukunft hoffen die Mitarbeiter des Eilenburger Tierheims jedenfalls auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung. "Die Anwohner können uns jederzeit verwilderte Katzen melden. So können wir langsam das unkontrollierte Vermehren beenden." Und nicht nur das: Der Appell an die Leute bleibt bestehen: Katzen am besten nicht anlocken und ständig füttern. Denn dafür sorgen Herrchen und Frauchen in der Regel selbst.

Weitere Infos gibt es beim Eilenburger Tierschutzzentrum unter Telefon 03423 758928 oder der Notfallnummer 0177 3876742.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.04.2015
Von Steffen Brost

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