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Mitbegründer Günter Dietzsch zieht sich zurück

Ökobeirat Bad Düben Mitbegründer Günter Dietzsch zieht sich zurück

Für die Gestaltung s(einer) ökologischen Kurstadt und die Verteidigung des Titels Energiesparstadt wird sich Günter Dietzsch weiter stark machen. Künftig aber nicht mehr als aktives Mitglied des Öko-Beirates. Der 85-Jährige zieht sich aus gesundheitlichen Gründen zurück, wird dem 2009 gegründeten Gremium aber noch beratend zur Seite stehen.

Günter Dietzsch vor der Heide-Grundschule in Bad Düben. Auf dem Dach befindet sich das erste Bürgersolarkraftwerk der Stadt.

Quelle: Nico Fliegner

Bad Düben. Er gilt als Vorreiter der erneuerbaren Energien in Bad Düben und ist einer derjenigen, der den Öko-Beirat im Februar 2009 mit ins Leben rief. Viele Jahre begleitete Günter Dietzsch das Gremium, das der Stadt in Energiefragen beratend zur Seite steht – jetzt zieht sich der 85-Jährige aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Geschehen zurück. Der Beirat, den Markus Krisch von der Stadtverwaltung leitet, verliert nach dem Tod von Linke-Stadträtin Sigrid Wendel damit innerhalb kurzer Zeit den zweiten Protagonisten. Dennoch signalisiert Markus Krisch ganz klar: „Den Öko-Beirat wird es weiter geben.“ Mit dem Tag der erneuerbaren Energien am 30. April ist ein großes Ziel bereits in Sichtweite.

Der Beirat – übrigens der erste seiner Art in Nordsachsen – hat Spuren hinterlassen. Schon vor der Gründung setzten die Linken Schwerpunkte in einer ökologischen Politik. „Ihr seid die Grünen“, erinnert Dietzsch an scherzhafte Bemerkungen, die es damals in Richtung der Stadtrats-Fraktion gab. Die Bewerbung um den Europäischen Energiepreis war eine der bedeutendsten. 2005 hatte Bad Düben als erste Stadt in Sachsen gemeinsam mit Görlitz diese Ehrung erhalten. „Das war die wichtigste Grundlage für die ökologische Entwicklung in Bad Düben“, schätzt Dietzsch ein, der neben dem Einsatz des Ökobeirates das Engagement des damaligen Bürgermeisters Eckehard Tulaszewski heraushebt. Aufgebaut wurden in den Folgejahren eine Menge ökologischer Modelloprojekte, wie die Wärmepumpen-Heizung im Naturparkhaus, die oberflächennahe Erdwärme nutzt und ohne Frostschutzmittel auskommt, die Wärmepumpenanlage im Klärwerk, die Wärme des Abwassers verarbeitet das erste Bürgersolarkraftwerk. Zudem habe es eine Vielzahl von Beratungen für Bürger gegeben, die Interesse an ökologischer Technik hatten.

Wer Günter Dietzsch kennt, weiß, locker lassen wird er in seinem ureigensten Anliegen nicht. „Mit der Bereitstellung von 2,3 Millionen Euro für die Sanierung des Freibades Hammermühle zu einem „ökologischen, barrierefreien NaturSportBad“ als Jugendintegrationscamp und der Möglichkeit, für die Neufassung der Energie- und Klimaschutzkonzeption ebenfalls Fördermittel beantragen zu können, hat unsere Stadt reale Chancen, den bisherigen Weg zur Gestaltung einer Ökologischen Kurstadt erfolgreich weiterzuführen“, sagt er und fügt wie stets auch mahnende Worte an: „Es kommt jetzt darauf an, durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit möglichst viele Bürger an dieser Gestaltung zu beteiligen.“ Zweimal hat Bad Düben den EEA verteidigen können. Die Neu-Zertifizierung steht, ein Maßnahmeplan ist Grundlage für die dritte Verteidigung. Günter Dietzsch geht davon aus, dass dies gelingen wird, legt die Messlatte aber auch höher: Es sollte schon Bestreben sein, eine höhere Stufe der Zertifizierung zu erreichen. Und das ist Gold.

Von Kathrin Kabelitz

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