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Bad Düben Mord? - Leiche in der Mulde bei Bad Düben gefunden
Region Bad Düben Mord? - Leiche in der Mulde bei Bad Düben gefunden
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14:00 19.05.2015
Polizisten fanden den Leichnam eines unbekannten Mannes ungefähr 500 Meter vom Grunaer Steg entfernt im Ufergestrüpp der Mulde und transportierten ihn ab. Quelle: Steffen Brost
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. Etwa 500 Meter vom Grunaer Steg entfernt hatte sich die Leiche im Ufergestrüpp verfangen. Identität und die Todesursache sind bislang unklar. Der stark tätowierte Mann, möglicherweise asiatischer Abstammung, hatte laut Aussagen von Polizeiermittlern wohl schon zwischen 10 und 30 Tagen im Wasser gelegen. Der Zustand, in dem sich der Körper nach dieser langen Zeit im Fluss befand, ließ auf seine Identität aber nur bedingt Schlüsse zu.

Der Leichnam wurde von einem Eilenburger Bestattungsunternehmen in die Gerichtsmedizin nach Leipzig gebracht. Die Polizei schließt ein Verbrechen nicht aus.

Bereits am Donnerstagnachmittag hatte eine 26-jährige Passantin von der Eilenburger Muldebrücke aus einen unbekleideten Toten im Wasser treiben sehen und dies im örtlichen Polizeirevier gemeldet. Von dort, so Revierleiter Bernd Klose, startete zunächst die Suche im Bereich des Gewerbegebietes des ehemaligen Chemiewerkes. Denn bekanntlich fließt der Fluss zügig, gibt die Sicht auf Treibgut mal frei und zieht es dann wieder unter Wasser. Von früheren Ereignissen dieser Art kennen die Einsatzkräfte die Schwierigkeiten mit der Muldeströmung. Gegen 15 Uhr alarmierten Mitarbeiter der Rettungsleitstelle in Delitzsch zudem die Freiwillige Feuerwehr Eilenburg, die mit zwölf Kameraden und zwei Rettungsbooten zum Einsatz kam. Auch ein Hubschrauber flog das Areal der Muldeaue zwischen Eilenburg und Bad Düben ab. In der Dämmerung sei die Suche flussabwärts dann vorerst eingestellt worden, so Klose und Wehrleiter Gunter Kneiß. Sie wurde am Freitag um 7.30 Uhr wieder aufgenommen. Neben den Beamten des Eilenburger Reviers kamen auch die Kriminalpolizei und der Ermittlungsdienst der Polizeidirektion Leipzig zum Einsatz, als örtliche Beamte und Feuerwehrleute unweit der Grunaer Fähre in den gestrigen Morgenstunden die Wasserleiche entdeckten. Diesmal hatten die Kameraden mit den Booten die Mulde in Richtung Eilenburg, flussaufwärts, abgesucht. Gegen 8.50 Uhr machten sie schließlich den grausigen Fund. Anfangs hatte es aus Polizeikreisen Vermutungen gegeben, dass es einen Zusammenhang mit einem 38-jährigen Mann asiatischer Herkunft, der in Leipzig vermisst wurde, geben könnte. Das bestätigte sich nicht. Denn der in der Messestadt als vermisst gemeldete sei zwischenzeitlich im Fläming tot aufgefunden worden, hieß es. Die Herkunft des Toten in der Mulde und die Umstände, die zu seinem Tod führten, werden nun ermittelt.

Am Freitag suchte der Polizeihubschrauber noch nach einem Pkw im Bereich der Muldeaue bis nach Grimma, der möglicherweise mit dem Leichenfund in Zusammenhang stehen könnte. Das wurde ergebnislos abgebrochen. Ebenfalls herbeigerufene Polizeitaucher kamen nicht zum Einsatz, da der tote Körper aus dem Gebüsch am Ufer geborgen werden konnte.

Hinweise zur Klärung der Identität des Toten nimmt die Polizeidirektion Leipzig unter der Nummer 0341/96646666 entgegen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.10.2014
Von Karin Rieck und Steffen Bro

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