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Bad Düben Müllrunden jetzt wieder sonntags
Region Bad Düben Müllrunden jetzt wieder sonntags
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17:15 19.05.2015
Hier wäre ein Müllbehälter dringend notwendig, sagen Anwohner. Quelle: Nico Fliegner

Die Stadtverwaltung hat sich jetzt noch einmal ausführlich mit dem Thema beschäftigt, kann die Meinung allerdings nicht teilen.

Bad Düben hat in den vergangenen Jahren immer wieder viel Lob bekommen. Vor allem die Gäste würdigten das saubere Erscheinungsbild, die gepflegten und hübsch bepflanzten Rabatten, die nahezu makellose Altstadt mit den sanierten Häusern. Ist das heute nicht mehr so?

Wenn es um die Sauberkeit in der Innenstadt geht, haben einige Bürger Zweifel. Die Kreiszeitung erreichten in den vergangenen Tagen etliche Hinweise. Demnach würden die Abfallbehälter an den Bushaltestellen am Paradeplatz "ein anderes Bild" abgeben, wie ein Leser anonym schildert. Hausmüll und Speisereste befänden sich in den Körben, unter anderem Tierknochen. "Toller Anblick. Noch stinkt es nicht. Und Alba macht nur, was beauftragt und bezahlt wird von der Stadt." Kurzum: Die Stadtreinigung, seit Januar in privater Hand, würde nicht mehr gut funktionieren.

Auch Annett Mazanec, Chefin des Gewerbevereins, hat Unregelmäßigkeiten festgestellt. "Im Bereich zwischen Baderstraße und Gärtnerei Geist liegt Müll ohne Ende. Das heißt, etwas weniger ist es geworden, weil mein Mann am Freitag einen Eimer voll aufgelesen hat", so Mazanec. Am arthesischen Brunnen wäre deshalb "dringend ein Papierkorb nötig". In der Kirchstraße sei "sehr oft Samstagfrüh der Papierkorb voller Hausmüll. Leider konnten wir noch keinen Verursacher ausfindig machen. Und ich glaube, dass das auch das Problem am Paradeplatz ist", so die Vereinsvorsitzende.

Die Stadt hat indes keine signifikante Zunahme der Vermüllung des Stadtgebietes feststellen können. Wie Heike Dietzsch, Chefin des Bau- und Bürgeramtes, sagte, würden Mitarbeiter der Alba Montag bis Freitag die Papierkörbe entleeren. Es handele sich um 65 Behältnisse. Seit Kurzem gebe es auch wieder eine "Sonntagsmüllrunde". Dann werden speziell Innenstadtbereiche wie Markt, Paradeplatz und Bereich Arteser-Brunnen im Pfarrhäuser angefahren. "Mit dem Problem von Hausmüll hatten wir schon immer zu tun", sagt Dietzsch. In Sommermonaten gebe es auch zunehmend Vermüllungen auf den Treffplätzen der Jugend in der Stadt. "Wir werden auch wieder einen Sicherheitsdienst beauftragen, der seine Runden dreht." Mehr Müllbehälter im Innenstadtbereich will die Stadt dagegen nicht aufstellen. "Wir haben zuletzt auch keine Papierkörbe in der Innenstadt abgebaut", betont sie. Die Demontierten hätten sich ausschließlich im Außenbereich befunden.

Die Stadt gibt für die Müllentsorgung viel Geld aus: Die Entleerungen in der Woche kosten etwas über 8000 Euro im Jahr, die an den Sonntagen über 5000 Euro. Dietzsch kann nur an alle Bürger appellieren, ihren Hausmüll nicht in die öffentlichen Behälter zu schmeißen. Dies würde gewiss schon helfen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.04.2013

Nico Fliegner

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